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Legende: Audio So sollen Flüchtlinge den Berufseinstieg schaffen abspielen. Laufzeit 02:44 Minuten.
02:44 min, aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 04.06.2019.
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Job statt Sozialhilfe Flüchtlinge gehen bei Luzerner Schreinern in die Ausbildung

Mit dem Ausbildungsgang «Perspektive Holz» sollen Flüchtlinge in der Stadt Luzern schneller eine Stelle finden.

Von den tausend Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Asylsuchenden haben in der Stadt Luzern nur etwa ein Drittel einen Job. Um den verbleibenden zwei Dritteln den Einstieg in die Berufswelt zu erleichtern, lanciert die Stadt eine neue Ausbildung. «Perspektive Holz» ist ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Luzerner Schreinerverband. Dabei erhalten neun Personen die Möglichkeit, ein Jahr lang den Umgang mit dem Material Holz zu erlernen. Die Stadt sei von dieser Zusammenarbeit überzeugt, sagt Stadtrat Martin Merki:

Bei den Schreinern gibt es so viele berufliche Möglichkeiten - das ist ideal.
Autor: Martin MerkiSozialdirektor Stadt Luzern

Neben Sprachkursen und Theorie gehören zu dieser Aubildung auch zwei Praktika in holzverarbeitenden Betrieben. Das Ziel ist, dass die Teilnehmenden den Übertritt in die berufliche Grundbildung schaffen, damit sie dann eine Lehre mit dem eidgenössischen Berufsattest (EBA) abschliessen können. Für ältere Personen aus dem Asylbereich soll die Ausbildung zu einer Hilfsarbeitertätigkeit im Holzgewerbe verhelfen.

«Wir schätzen die Erfolgschancen der Teilnehmenden als gut ein», sagt Beat Bucheli, Präsident des Luzerner Schreinerverbands. Es bestehe ein Bedarf an Arbeitskräften in der Branche.

Einer, der sich mit der Integration von Flüchtlingen bereits auskennt, ist Basil Gasser. In seinem Betrieb in Wolhusen hat er bereits auf eigene Initiative Flüchtlinge ausgebildet. Für ihn ist klar: «Die Perspektive, so Fachleute zu gewinnen und in der Branche zu halten, sollte Motivation genug sein, bei diesem Projekt mitzumachen.»

Die Ausbildung «Perspektive Holz» ist die dritte Massnahme zur Arbeitsintegration: In Luzern besteht bereits ein Lehrgang im Bereich Logistik und ausserdem ein Programm, bei dem Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene und deren Arbeitgebende begleitet werden, wenn es am Arbeitsplatz zu Schwierigkeiten kommt.

Die drei Projekte laufen während drei Jahren und kosten insgesamt 1.5 Millionen Franken.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
    Die integration niedrigqualifizierter Migranten kann nur in Zusammenarbeit mit den KMU gelingen. Der Druck auf dieses Stellensegment, das stark von der laufenden Industrie 4.0 Revolution betroffen ist, dürfte steigen. Für neun Personen wird nun zumindest zeitweise eine Lösung gefunden. Die Perspektiven der über 600 anderen sind mit einem Fragezeichen zu versehen!
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