Kanton Luzern führt Angebot von Speranza selber weiter

Der Kanton Luzern will das Angebot der Stiftung Speranza nicht mehr in Anspruch nehmen. Hoffnungen, der Kanton werde die Zusammenarbeit mit der Stiftung weiterführen, haben sich zerschlagen. Die Stiftung, welche Menschen bei der Integration in den Arbeitsmarkt hilft, wird nächstes Jahr aufgelöst.

Junge Leute auf Wanderung. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Jugendliche in einem von Speranza organisierten Timeout. zvg

Der Kanton Luzern werde sich selber um die Integration von leistungsschwachen Jugendlichen in den Arbeitsmarkt kümmern, sagt Christof Spöring, Leiter der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung. Brückenangebot oder Bewerbungscoachings gehören dazu.

Die Stiftung Speranza war 2008 vom verstorbenen FDP-Nationalrat Otto Ineichen gegründet worden, um Jugendlichen den Sprung in die Arbeitwelt zu erleichtern. Im Oktober kündigte der Sohn Mark Ineichen an, die Stiftung werde 2015 aufgelöst.

Das Angebot von Speranza will sich der Kanton nicht mehr leisten, und es gebe genügend Angebote, sagt Spöring. Für Jugendliche gebe es aber keinen Abbau, versichert Spöring. Jugendliche, die jetzt in einem Speranza-Angebot seien, könnten dieses auch abschliessen.

Das bestätigt Speranza-Geschäftsführer Stephan Clavadetscher. Alle Verträge und Leistungsvereinbarungen würden eingehalten.

Dass der Kanton seine Zusammenarbeit mit Speranza jetzt beendet, davon seien die Speranza-Mitarbeitenden enttäuscht, es sei aber auch verständlich, sagt Clavadetscher. Ob Speranza in einer kleineren Form in einer Nische noch weitergeführt werde, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch offen.