Kanton Luzern organisiert das Asylwesen neu

Der Kanton Luzern schafft im Gesundheits- und Sozialdepartement eine eigene Dienststelle für das Asyl- und Flüchtlingswesen. Er begründet dies mit den steigenden Flüchtlingszahlen und der Anzahl Vollzeitstellen im Asylwesen. Der bisherige Asylkoordinator Ruedi Fahrni geht.

Rudi Farni, Abteilungsleiter des Asyl- und Flüchtlingswesens im Kanton Luzern Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ruedi Fahrni, der Abteilungsleiter des Asyl- und Flüchtlingswesen verlässt seine Stelle auf Ende der Woche. Archiv / SRF

Der Kanton Luzern hatte sich entschieden, die Betreuung von Asylbewerbern (seit 2016) und Flüchtlingen (ab 2017) in Eigenregie zu führen. Bislang hatte dies die Caritas gemacht. Als weiteren Grund für den Stellenanstieg nennt die Staatskanzlei in einer Mitteilung vom Montag die steigende Zahl von Asylgesuchen.

Heute sind das Asyl- und Flüchtlingswesen sowie die Sozialhilfe der Dienststelle Soziales und Gesellschaft angegliedert. Der bisherige Abteilungsleiter, Ruedi Fahrni, wird nicht neuer Dienststellenleiter, denn er hat «aufgrund der anstehenden Veränderungen» gekündigt, wie die Staatskanzlei mitteilte. Silvia Bolliger, stellvertretende Departementssekretärin, wird sich ad interim um das Asylwesen kümmern. Die Dienststellenleitung wird ausgeschrieben.