Kanton Luzern: Weniger Asylgesuche als erwartet - zu viele Plätze

In der Zivilschutzanlage in Schötz werden vorläufig keine Asylbewerber einziehen. Da die Zahl der Asylgesuche kleiner ist als prognostiziert, verfügt der Kanton Luzern zur Zeit über genügend Unterbringungsplätze.

Zwei Menschen aus einem afrikanischen Land auf einem Bett Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vorläufig werden in Schötz keine Asylsuchenden untergebracht (Symbolbild) Keystone

Silvia Bolliger, die ad interim das kantonale Asyl- und Flüchtlingswesen leitet, bestätigte am Freitag eine Online-Meldung des «Willisauer Boten». Geplant war, die Zivilschutzanlage ab Oktober als temporärer Unterkunft für bis zu hundert Asylbewerber zu nutzen.

Die Unterkunftsplanung sei basierend auf den Erfahrungen von 2015 sowie auf der Prognose des Bundes vorgenommen worden. Die Asylzahlen sind in der Schweiz momentan allerdings tiefer als im letzten Sommer.

Es sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzbar, wie sich die Asylsituation in Italien in den nächsten Monaten entwickeln werde, erklärte Bolliger. Der Kanton Luzern arbeite nicht mit fixen Planzahlen, sondern beurteile im Sinne einer rollenden Planung periodisch die Lage.

Der Kanton Luzern schliesst planmässig die Asylunterkunft in Meggen - und einen Monat früher als geplant Ende August die Unterkunft in Nebikon. Damit werden die Zentrumskapaziäten um 120 Plätze abgebaut. Die Unterkunft in Schötz wird als Reserve bereit gehalten.