Kanton überrascht Wolhusen und Menznau mit neuen Regeln

Luzerner Gemeinden in Notlagen müssen ihren Steuerfuss erhöhen, wenn sie Sonderbeiträge vom Kanton einfordern wollen. In Wolhusen und Menznau zeigen sich die Gemeindepräsidenten etwas ratlos. Ihre Gesuche für finanzielle Hilfe sind noch hängig. Sie wollen nun mit dem Kanton verhandeln.

Blick auf das Luzerner Dorf Menznau mit seiner Kirche. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Gemeinderat von Menznau will im Mai entscheiden, ob eine Steuererhöhung nötig wird. Keystone

Krisengemeinden müssen ihre Bürger künftig stärker zur Kasse bitten, um Hilfe vom Kanton beanspruchen zu können. «Das stellt uns vor ein grosses Problem. Eine Steuererhöhung ist politisch brisant und schwierig durchzubringen. Wir werden mit dem Kanton verhandeln müssen.» sagt Peter Bigler, Gemeindepräsident von Wolhusen.

«Schlechtes Signal»

Wolhusen und Menznau haben mit aktuell 2,4 Einheiten den höchsten Steuerfuss im Kanton Luzern. Aus beiden Gemeinden sind Gesuche für Sonderbeiträge noch hängig.

«Den Steuerfuss auf 2,6 Einheiten zu erhöhen, könnte ein schlechtes Signal senden. Gute Steuerzahler könnten abwandern» befürchtet Adrian Duss Gemeindepräsident von Menznau.

Wie es nun weitergeht ist zurzeit noch offen. Die Gemeinderäte von Menznau und Wolhusen wollen die Situation in nächster Zeit analysieren und diskutieren. Sie wollen ausserdem mit dem Kanton das Gespräch suchen.