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Legende: Audio Das Referendumskomitee möchte die Kanti Nuolen behalten abspielen. Laufzeit 04:17 Minuten.
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 23.07.2019.
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Kantonsschule Ausserschwyz Widerstand gegen Kanti-Planung: Regierung nicht überrascht

Das Referendum gegen den Neubau in Pfäffikon kommt zustande. Die Initianten kämpfen für den Erhalt der Kanti Nuolen.

Im Kanton Schwyz sollen die Stimmberechtigten entscheiden, ob in Nuolen weiterhin eine Kantonsschule betrieben wird. Gegen den Bau einer neuen zentralen Kantonsschule Ausserschwyz in Pfäffikon ist das Referendum eingereicht worden.

Nach Angaben des Komitees «für eine kostengünstige und dezentrale Mittelschulinfrastruktur» vom Dienstag wurde das Referendum von über 2500 Personen unterzeichnet. Für das Zustandekommen eines Referendums sind im Kanton Schwyz 1000 gültige Unterschriften nötig.

Verschwenderisches Neubauprojekt?

Das Komitee bekämpft mit dem Referendum einen vom Kantonsrat beschlossenen Baukredit von 92 Millionen Franken für eine neue Kantonsschule in Pfäffikon. Damit würden die beiden heutigen Standorte der Kantonsschule Ausserschwyz in Pfäffikon und Nuolen auf den Standort Pfäffikon konzentriert und Nuolen folglich aufgegeben.

Die Gegner dieser Lösung wollen dagegen für die Ausserschwyz eine dezentrale Lösung. Es dürfe nicht sein, dass es nur noch in der Höfe eine Kantonsschule gebe, nicht aber in der March. Das Neubauprojekt sei teuer, schlecht geplant und verschwenderisch, erklärte das Referendumskomitee.

Der Präsident des Referendumskomitees, Roland Egli, bemängelt beispielsweise die Anzahl der Schulzimmer. So gebe es im Neubau fünf Schulzimmer weniger als in den beiden bisherigen Schulen. Auch die Mensa sei zu klein geplant: Die Schüler müssten in zwei Schichten essen.

Schulhäuser müssten saniert werden

Der Schwyzer Baudirektor Othmar Reichmuth ist nicht überrascht über den Widerstand. Er habe dafür auch Verständnis, sagt er auf Anfrage von Radio SRF. «Der Bezirk March verliert mit der geplanten Schliessung der Kantonsschule Nuolen einen Schulstandort, und ich verstehe, dass sie versuchen, den Standort zu erhalten.» Dennoch sei es aber günstiger und sinnvoller, eine zentrale Kantonsschule Ausserschwyz als zwei Schulen zu führen.

Die Befürworter argumentieren auch, dass in Pfäffikon und Nuolen wegen der unterschiedlichen Grössen der Schulen nicht dieselbe Breite an Fächern angeboten werden könne. Ferner bestehe ohnehin an den beiden Schulhäusern grosser Investitionsbedarf.

Der Kanton Schwyz führt neben der Kantonsschule Ausserschwyz mit den Standorten Pfäffikon und Nuolen im Inneren Kantonsteil das Kollegium Schwyz.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Wenn die Reichen - endlich und gerechterweise - etwas mehr Steuern zahlen würden, wären solche Projekte, die gemeinnützig sind, kein Problem. Aber wenn die Regierung und Teile der Bevölkerung geizen, so hat die Oeffentlichkeit - hier junge Menschen - das Nachsehen. Schade. Geiz ist halt geil.
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