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Obwalden verkauft seine SNB-Aktien und verzichtet auf Mitsprache
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 27.03.2019.
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Keine Mitsprache mehr Obwalden hat alle Nationalbankaktien verkauft

Der Kanton Obwalden hat im letzten Jahr alle 184 Aktien verkauft. Geld aus dem Gewinn der Bank erhält er trotzdem noch.

Der Kanton Obwalden ist seit dem letzten Jahr nicht mehr Aktionär der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Dies schreibt die Zeitung «Finanz und Wirtschaft» in ihrer Ausgabe vom Mittwoch. Obwalden ist damit der einzige Kanton, der keine Aktien der SNB mehr besitzt.

Gewinnausschüttung nicht an Aktie gebunden

Der Zeitpunkt des Verkaufes ist gut gewählt, der Aktienkurs war im letzten Jahr sehr hoch, schreibt die Zeitung. Wie viel der Kanton genau für den Verkauf erhalten hat, ist nicht bekannt. Nur so viel: Hätte der Verkauf erst kürzlich stattgefunden, wäre der Ertrag bei rund einer Million gewesen, das sind rund 40 Prozent weniger als im letzten Jahr.

Anteile an der Gewinnausschüttung erhält Obwalden trotzdem noch. Diese ist an die Anzahl Einwohner geknüpft und nicht an die Anzahl Aktien. In diesem Jahr hat der Kanton eine Zahlung von 5,9 Millionen Franken erhalten.

An den Besitzverhältnissen der SNB ändert der Verkauf nicht viel. Die Kantone besitzen zusammen 60,5 Prozent der SNB-Aktien. Aber Mitreden, zum Beispiel bei der Wahl des Bankrates, kann Obwalden nun nicht mehr.

Das Notenmonopol der Nationalbank

Vor der Gründung der Schweizerischen Nationalbank hatten die Kantone das Recht, Geld zu drucken. Erst 1907 mussten sie das Recht einer zentralen Institution, der neu gegründeten Nationalbank, abgeben. Als Gegenleistung erhielten sie Aktien und damit auch ein Mitspracherecht – beisipelsweise bei der Wahl des Bankrates, also des Aufsichtsgremiums der Nationalbank.

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