Kirchliche Baugenossenschaft Pandocheion löst sich auf

Die Genossenschaft wollte Finanzen und Liegenschaften von Kirchen und Ordensgemeinschaften in den Asylbereich einbringen. Nachdem aber der Kanton Luzern das Projekt eines Asylzentrums Grosshof übernommen hatte, hätten sich keine neuen Projekte ergeben.

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Bildlegende: Hinter der Haftanstalt Grosshof in Kriens wollte Pandocheion ein Asylzentrum bauen. Keystone

Die Genossenschaft Pandocheion war im Sommer 2012 gegründet worden, um im Auftrag des Kantons Luzern ein Asylzentrum beim Grosshof in Kriens zu realisieren. Unterstützt wurde sie von einer Ordensgemeinschaft und den Luzerner Landeskirchen.

Eine Beschwerde gegen die Vergabe des Projekts an Pandocheion wurde vom Luzerner Kantonsgericht gutgeheissen. Deshalb beschloss der Kanton, das Projekt des Asylzentrums selber zu realisieren.

Ohne dieses Vorzeigeprojekt Grosshof sei es für Pandocheion schwierig geworden, Interessierte für ähnliche Asylprojekte zu überzeugen, gibt der Genossenschafts-Präsident Florian Flohr zu bedenken.

Das Gefäss Pandocheion sei zwar gestorben, die Idee aber nicht. Kirchliche Organisationen seien weiter bereit, in geeignete Projekte im Asylwesen zu investieren, ist Flohr überzeugt. Dann werde eine neue Organisation diese Aufgabe übernehmen.