Kleinwasserkraftwerk an der Waldemme: CKW erhält Konzession

Der Luzerner Regierungsrat hat der Centralschweizerischen Kraftwerke AG (CKW) die Konzession für die Wasserkraftnutzung an der Waldemme erteilt. Das Kraftwerk zwischen Flühli und Schüpfheim soll dereinst Strom für knapp zwei Drittel der Entlebucher Haushalte produzieren.

Ein hellgraues Gebäude. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das geplante Kraftwerk soll rund zwei Drittel der Entlebucher Haushalte mit Strom versorgen. zvg

Gleichzeitig mit der Erteilung der Konzession erliessen die Gemeinden Flühli und Schüpfheim die Baubewilligung für das Projekt, teilte die CKW am Montag mit.

Die Waldemme entspringt dem Brienzer Rothorn und fliesst durch das Entlebuch über Flühli nach Schüpfheim. Dort wechselt sie ihren Namen in Kleine Emme. Sie verfüge im Kanton Luzern laut der Regierung über ein grosses Potenzial für Kleinwasserkraft. Dank verschiedenen Massnahmen sei es der CKW gelungen, ein umweltverträgliches Projekt zur Stromgewinnung auszuarbeiten.

32 Millionen Franken Investitionssumme

Laut CKW soll das Kraftwerk mit einer Leistung von 3,9 Megawatt das grösste im Kanton werden und Strom für 3800 Familienhaushalte produzieren.

Die Idee eines Entlebucher Kleinwasserkraftwerks hatte die CKW vor rund acht Jahren von der UNESCO Biosphäre übernommen und weitergeführt. Die Umweltverbände stehen dem Projekt aber kritisch gegenüber. Sie haben nun 30 Tage Zeit, den Konzessionsentscheid ans Kantonsgericht weiterzuziehen.

Nach Ablauf der Beschwerdefrist wird die CKW das Kraftwerk im Detail planen und danach einen Bauentscheid treffen. Voraussichtlich sollen 32 Millionen Franken investiert werden. Die Kraftwerk-Zentrale soll im Chlusboden in Schüpfheim entstehen.