Zentralbahn baut aus Knapp 140 Millionen für neue Gleise und Haltestellen

Ab Ende 2021 soll zwischen Luzern und Horw die neue S41 verkehren. Die Zentralbahn nimmt daher Ausbauten in Angriff.

Ein Zug der Zentralbahn im Bahnhof Sarnen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Zentralbahn baut ein Nadelöhr aus und modernisiert Haltestellen. (Archivbild) SRF

In Kriens und Horw, südlich der Stadt Luzern wird zurzeit intensiv gebaut. Im neuen Stadtteil sollen Wohnungen und Arbeitsplätze für 10'000 bis 15'000 Personen entstehen. Ab Ende 2021 soll deshalb zwischen Luzern und Horw eine neue S-Bahn für Pendlerinnen und Pendler verkehren. Die Zentralbahn nimmt deswegen mehrere Ausbauten in Angriff.

«  Für 300 Meter Doppelspur müssen 6 Kilometer Gleise neu verlegt werden. »

Gunthard Orglmeister
Leiter Infrastruktur der Zentralbahn

Nadelöhr Bahnhof Luzern

Voraussetzung und Knacknuss dafür ist der Doppelspur-Ausbau zwischen dem Bahnhof Luzern und der Langensandbrücke. Auf diesem Abschnitt hat es nämlich schon so viele Schienen, dass kaum mehr Platz besteht, erklärt Gunthard Orglmeister der Zentralbahn: «Für 300 Meter Doppelspur müssen 6 Kilometer Gleise neu verlegt werden.» Die neue Linienführung werde so gewählt, dass sie einem späteren Durchgangsbahnhof nicht in die Quere komme.

Ausbau der Bahnhöfe in Kriens und Horw

Nicht nur an der Schiene wird gebaut, sondern auch an Bahnhöfen entlang der Linie: In Kriens Mattenhof gibt es für die Passagiere grössere Aufenthaltsflächen, Veloabstellplätze und eine Unterführung. In Horw wird das alte Stationsgebäude abgerissen und durch eine neue Anlage ersetzt. In beiden Stationen entsteht ein Bushub. Auch zum Ausbau Luzern Süd gehört die schon länger geplante Doppelspur in Hergiswil.

Totalsperren zwischen Luzern und Hergiswil nötig

Die Bauarbeiten starten 2019 und dauern bis Ende 2021. In dieser Zeit wird es mehrere Totalsperrungen der Bahn geben. Insgesamt dürften die Ausbauvorhaben rund 140 Millionen Franken kosten. Daran beteiligt sich auch die öffentliche Hand.