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Premierenkritik
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Zentralschweiz Komödie mit Katerstimmung im Luzerner Theater

Das Luzerner Theater bringt «Die Affäre der Rue Lourcine» von Eugène Labiche auf die Bühne. Die turbulente Komödie aus dem 19. Jahrhundert blickt hinter die Fassade des bürgerlichen Anstandes. Der Regisseur steht in der Inszenierung des Stückes beim Tempo allerdings auf die Bremse.

Die « Affäre der Rue de Lourcine» ist eines der meistgespielten Werke von Eugène Labiche. Die Geschichte ist schnell erzählt: Zwei Herren aus gutbürgerlichem Hause erwachen, nach einer durchzechten Nacht, verkatert auf. Was in der besagten Nacht passiert ist, wissen sie allerdings nicht mehr. Durch einen Irrtum glauben sie, dass sie einen Mord begangen haben. Noch grösser als das schlechte Gewissen ist die Angst ihr Ansehen zu verlieren.

Das Luzerner Theater spielt die Komödie in der Übersetzung von Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Andreas Herrmann, Regisseur und Schauspieldirektor des Luzerner Theaters, stellt die Katerstimmung ins Zentrum seiner Regiearbeit. Dementsprechend langsam ist die Inszenierung. Das mag am Anfang noch zu überzeugen, wird allerdings im Verlauf des Abends langatmig. Es fehlt an Dynamik und die Slapstick-Szenen werden bis zum äussersten ausgekostet.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr

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