Kopfvoran ins kühle Nass - die Wasserqualität stimmt

In den Zentralschweizer Seen kann man ohne gesundheitliche Bedenken baden. Proben von 62 Badestellen wurden im Labor untersucht - überall war die Wasserqualität sehr gut oder gut. Anders sieht es an einem Fluss im Kanton Luzern aus.

Drei junge Männer springen kopfüber in den See. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kopfsprung bei Beckenried: Die Wasserqualität der Zentralschweizer Seen ist überall gut bis sehr gut. Keystone

Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Luzern untersuchten im Juni 62 Badestellen an Seen in der Zentralschweiz und sechs an Bächen und Flüssen im Kanton Luzern auf Darmbakterien. Die Wasserqualität sei generell einwandfrei, teilten die Behörden mit.

54 Badestellen an den Seen erhielten die Qualitätsklasse A (sehr gut). Ein B (gut) gab es für acht Orte in der Nähe von Bach- und Flussmündungen. Eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch das Baden sei aber auch dort nicht zu erwarten, heisst es in der Mitteilung.

Ein Fliessgewässer mit ungenügender Note

Auch vier der sechs untersuchten Flussbadestellen wurden der Klasse B zugeteilt. Ein A gab es für die Reuss in Ebikon im Bereich Unterwasserkanal. Ein C (kritisch) resultierte einzig für die Wigger bei Reiden im Kanton Luzern unterhalb der Abwasserreinigungsanlage.

Ein C bedeutet, dass eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch das Baden nicht ganz ausgeschlossen werden kann. Die Behörden empfehlen, kein Wasser zu schlucken, nicht zu tauchen und nach dem Baden gründlich zu duschen

Entenflöhe nicht untersucht

Bei den mikrobiologischen Untersuchungen nicht berücksichtigt wurden spezielle Probleme wie etwa Zerkarien (auch Entenflöhe genannt). Diese könnten bei erhöhten Wassertemperaturen in der Nähe von Ufern vorkommen, heisst es in der Mitteilung. Entenflöhe seien harmlos, könnten aber lokal starkes Hautjucken verursachen. Dieses heile nach einigen Tagen wieder narbenfrei ab.