«Kuscheltierlawine» an der Luzerner Fasnacht

Das Bild in den fasnächstlichen Gassen Luzern ist geprägt von den Farben hellbau, rosa und hellbraun: Tausende von Faserpelzhasen sind unterwegs. Der Trend der letzten Jahre hat sich definitiv durchgesetzt.

In den Achtzigerjahren waren die Jugendlichen noch im traditionellen Strassenkleid unterwegs. Um die Jahrtausendwende bevölkerten Nonnen, Mönche, Soldaten und Hexen die Strassen. Seit einigen Jahren ist ein neuer Trend zu beobachten: Uniforme Kuscheltierkostüme aus Faserpelz prägen das Strassenbild.

«Kostüm für Ideenlose»

Die Jugendlichen zeigen sich selbstkritisch. «Mir kam nichts Besseres in den Sinn», «weil alle anderen auch so rumlaufen», «es ist halt ein Kostüm für Ideenlose», so die Kommentare von rosa Hase, von Bär in Hellblau oder Maus in Grau zu ihrer Kostümierung.

Den triftigsten Grund für das flauschige Fasnachtskostüm liefern einige junge Frauen: Das unförmige Faserpelzding ist gross, bequem und vor allem warm.