Landrat Uri sucht Mittel gegen Ärztemangel

Mit der Änderung des Gesundheitsgesetzes sollen die gesetzlichen Grundlagen geschaffen werden, um die medizinische Grundversorgung langfristig sicherzustellen. Der Kanton und die Gemeinden sollen die Möglichkeit erhalten, Anreizsysteme gegen eine Unterversorgung zu schaffen.

Ein Arzt misst den Puls eines Patienten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die medizinische Grundversorgung im Kanton Uri soll längerfristig gesichert werden. Keystone

Die Urner Parlamentarier von links bis rechts waren an der Landratssession von Mittwoch mit Regierungsrätin Barbara Bär einig, dass im Gesundheitsbereich Handlungsbedarf bestehe. Die Gesundheitsdirektorin sagte, die medizinische Grundversorgung im Kanton sei gefährdet.

Der Kanton und die Gemeinden sollen unter anderem neue Organisations-, Arbeits- und Betriebsmodelle fördern und die Belastungen von Ärzten durch Notfalldienste vermindern. Zudem soll die Aus- und Weiterbildung ausgebaut werden.

Vorgesehen ist, dass der Regierungsrat Förderbeiträge bis 250'000 Franken sprechen kann. Definitiv über das neue Gesundheitsgesetz befinden wird das Urner Parlament voraussichtlich im September.

Uri hat bereits heute die schweizweit tiefste Ärztedichte. 2013 registrierte das Bundesamt für Statistik im Bergkanton umgerechnet 98 Ärzte pro 100'000 Einwohner. Am höchsten war die Dichte in Basel-Stadt mit 425 Ärzten.