Leitfaden für Bauten ausserhalb der Bauzone für den Kanton Zug

Moderne Tierhaltung und technischer Fortschritt verändern das Erscheinungsbild landwirtschaftlicher Ökonomiebauten ebenso wie zeitgemässe Wohnbedürfnisse das Gesicht der Bauernhäuser. Der vorliegende Leitfaden soll Planende und Bauherrschaften unterstützen.

Martina Brennecke vom Amt für Raumplanung und Josef Würsch vor seinem Hof. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Beispiel eines gelungenen Umbaus: Martina Brennecke vom Amt für Raumplanung vor dem Hof von Josef Würsch in Niederwil. SRF

Die Zuger Regierung möchte verhindern, dass Wohnbauten ausserhalb der Bauzonen immer mehr denjenigen innerhalb des Siedlungsgebietes gleichen. Sie hat deshalb einen Leitfaden erarbeitet, der Architekten und Bauherren bei der Suche nach guten Lösungen unterstützen soll.

Der Leitfaden sei keine Verordnung, erklärte Baudirektor Urs Hürlimann an einer Medienorientierung am Donnerstag und er solle auch nicht betriebsnotwendige Entwicklungen verhindern.

Schlüsselfunktion der Gemeinden

Gemeinden hätten als Bewilligungsbehörden eine Schlüsselfunktion. Deshalb wurde der Leitfaden gemeinsam in einer breit zusammengesetzten Begleitgruppe erarbeitet. Durch die Diskussionen habe das gegenseitige Verständnis gefördert werden können.

Ganz zentral war auch das Engagement des Zuger Bauernverbands. Präsident Franz-Toni Imfeld: «Landwirte haben oft den Eindruck, dass die Bevölkerung am liebsten überall einen Ballenberg hätte.» Die moderne Landwirtschaft habe aber andere Ansprüche.