Letzte Bauetappe für KKL-Dach startet

Am Montag beginnt die fünfte und letzte Etappe der Dachsanierung am KKL Luzern. Bis am 24. September soll das
Warmdach über den Konzertsälen und Büros verstärkt werden. Bauarbeiter erhalten über einen Gerüstturm auf der Westseite des
Gebäudes Zugang zum Dach.

Das KKL -Dach mit Gerüst und Kran Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Für die Sanierungsarbeiten mussten spezielle Gerüst-Türme gebaut werden. Keystone

Die KKL-Dachsanierung geht in die Schlussphase. Durch die Erschliessung via Gerüstturm bleibe der Veranstaltungsbetrieb im KKL ungestört. Zudem sei so die Materiallagerung gelöst, heisst es in einer Mitteilung des Managements des KKL Luzern.

Das KKL Luzern war 2000 eröffnet worden. Das 112 Meter lange und 107 Meter breite Dach sollte eine Lebensdauer von 80 Jahren haben. 2010 wurde aber bemerkt, dass das Vordach, das 35 Meter ins Freie ragt, nicht dicht genug gebaut war und dringend repariert werden musste.

Diese Arbeiten wurden in vier Etappen durchgeführt und Mitte Oktober 2013 abgeschlossen. Eine Analyse offenbarte jedoch weitere Schäden, die unmittelbare Auswirkungen auf die Stabilität des Daches hatten.

Streit um Kosten vor Schiedsgericht

Das KKL geht davon aus, dass die Korrekturen am Dach Garantiearbeiten sind. Allerdings sind die Vergleichsverhandlungen mit der Totalunternehmerin gescheitert. Ein Schiedsgerichtsverfahren ist am Laufen.

Bislang schätzte das KKL, dass die Arbeiten am gesamten Dach (Vor- und Warmdach) 18 Millionen Franken kosten. Nach Abschluss der Vordachsanierung geht es aber davon aus, dass sich die Gesamtkosten nur auf 14 bis 15 Millionen Franken belaufen werden.

Bisher finanzierte das KKL die Arbeiten aus der eigenen Liquidität. Mittelfristig geht diese Rechnung laut KKL aber nicht mehr auf. Die Regierungen von Stadt und Kanton Luzern stellten für diesen Fall ein Darlehen von 13,5 Millionen Franken in Aussicht.