Lieber Arbeiten als Faulenzen

Angesprochen auf frühere Sommerjobs weiss fast jeder Passant etwas zu erzählen: Der Ort, wo das erste selbstverdiente Geld herkommt, bleibt in Erinnerung. Auch heute sind die Klassiker wie Putzen oder Regale auffüllen begehrt – auch wenn sich gewisse Arbeitsorte stark verändert haben.

Den Sommer freiwillig in der Schule verbringen? Für Zuger Kantischüler anscheinend kein Problem: «Es gibt immer mehr Anmeldungen als Arbeit», erzählt Hausabwart Marcel Staub, der im Sommer jeweils 10 Leute anstellt, die bei Putz- und Aufräumarbeiten helfen.

«  Transporte und Umladearbeiten werden heute nicht selten von Robotern erledigt. »

Sibylle Umiker
Emmi Schweiz

Ein Ort, wo hingegen weniger Hilfskräfte gebraucht werden als früher, ist die Fabrik. Beim Milchverarbeiter Emmi in Emmenbrücke haben Technik und Computer einen Teil der Sommerjobs ersetzt, erklärt Pressesprecherin Sybille Umiker: «Transporte und Umladearbeiten werden heute nicht selten von Robotern erledigt. Auch sind gewisse Arbeiten anspruchsvoller geworden und können nicht von ungelernten Schülern erledigt werden.»

«  Die jungen Leute gehen locker und spielerisch an die Arbeit. »

Peter Reinle
Titlis-Bahnen Engelberg

Die fehlende Routine ist andernorts von Vorteil. So zum Beispiel bei den Titlis-Bahnen Engelberg, erklärt Peter Reinle: «Die jungen Leute gehen locker und spielerisch an die Arbeit. Zudem sprechen viele gut Englisch und bringen neuen Wind ins Unternehmen.»

Und schliesslich bringt die Arbeit auch mehr als einen Zustupf fürs Sackgeld. «Das Büro, die Fabrik, das Fliessband, der Bau – meine zahlreichen Sommerjobs haben mich Vielseitigkeit gelehrt», erzählt einer der angesprochenen Passanten.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr.