Luzern: Gütschbahn-Sanierung gerät erneut ins Stocken

Die Stadt Luzern hat der Château Gütsch Immobilien AG 1,65 Millionen Franken für die Sanierung der Gütschbahn zugesichert. Ein Teil des Geldes soll bei der Inbetriebnahme ausbezahlt werden, der Rest in Tranchen über mehrere Jahre verteilt. Das gefällt der Immobilien AG gar nicht.

Eine Luftaufnahme des Hotels Gütsch. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Bahn auf den Gütsch oberhalb der Stadt Luzern gibt weiterhin zu diskutieren. Keystone

«Dieser Finanzierungsplan entspricht nicht dem bisher verhandelten. Uns wurde zugesichert, dass ein Teil des Geldes bei der Inbetriebnahme der Bahn überwiesen werde und eine weitere Tranche innerhalb von zwei Jahren. Von mehreren Jahren war keine Rede», schreibt die Château Gütsch Immobilien AG in einer Stellungnahme auf die Pläne des Stadtrats.

Dass die Stadt ihre Zahlungen offenbar über weitere Jahre verteilen will, verwundere. Die Stadt müsse diese Pläne erst genauer erläutern, erst dann wolle man sich überlegen, diesem Finanzierungsmodell zuzustimmen. Deshalb werde die Sanierung der Gütschbahn erst fortgesetzt, «wenn hinsichtlich der Finanzierungssituation Klarheit und Garantie herrsche.»

Stadtrat Adrian Borgula bestätigte auf Anfrage, dass die Stadt ihren ursprünglichen Finanzierungsplan geändert habe. Mit der gestaffelten Finanzierung wolle man den Betrieb der Bahn sichern: «Damit rechnen wir uns grössere Chancen in der parlamentarischen Beratung aus.»