Luzern startet den Pilotversuch mit den Velostrassen

Die Stadt Luzern beteiligt sich an einem nationalen Pilotprojekt des Bundesamts für Strassen (ASTRA). Bis im Mai 2017 wird auf der Bruch- und auf der Taubenhausstrasse eine Velostrasse signalisiert. Dort sind Velos gegenüber andern Verkehrsteilnehmern vortrittsberechtigt.

Ein Verkehrssignal mit einem Velofahrer und einem Auto Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die neue Tafel signalisiert die Velostrasse. Fahrräder haben Vortritt. ZVG

Die Taubenhaus- und Bruchstrasse sind für Velofahrende die schnellste Verbindung vom Eichhof bei Kriens Richtung Baselstrasse, Littau oder Emmen. Vorbei an den grossen Hauptrassen mit viel Autoverkehr und Ampeln. Auf dem Abschnitt Bruch- und Taubenhausstrasse liegt der Anteil der Velofahrerinnen und Velofahrer laut Mitteilung der Stadt Luzern am Gesamtverkehr heute schon zum Teil bei über 50 Prozent.

Um die Wirkung beurteilen zu können, führt das Bundesamt für Strassen Pilotversuche in Tempo-30-Zonen in den Städten Bern, Basel, Zürich, St. Gallen und La Chaux-de-Fonds durch. Bewähren sich diese, werden auf Bundesebene die Gesetze entsprechend angepasst.

In den Niederlanden gibt es solche Fahrradstrassen bereits seit den 1980-er Jahren: Heute sind es über 1'000. Und auch in Deutschland, Belgien und Österreich sind sie verbreitet. In der Schweiz werden Fahrradstrassen in Fachkreisen und Gemeinden ebenfalls seit längerem diskutiert.