Luzern will Einbürgerungsgesuche schneller behandeln

In der Stadt Luzern will die zuständige Kommission die nicht erledigten Einbürgerungsgesuche schneller abbauen. Die Verfahrensdauer soll von 2,4 auf unter 1,5 Jahre reduziert werden.

Eine Frau wartet im Passbüro auf den Schweizerpass Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In der Stadt Luzern sind 2015 mehr Gesuche für Einbürgerungen behandelt worden als im Vorjahr. Keystone

In der Stadt Luzern sind 2015 mehr Gesuche für Einbürgerungen behandelt und Personen eingebürgert worden als im Vorjahr. Ende 2015 waren bei der Einbürgerungskommission 450 Gesuche pendent. Bis Anfang 2018 soll deren Zahl mit längeren und mehr Sitzungen auf 300 reduziert werden. Gesuchsteller sollen so im Schnitt nicht mehr 2,4 sondern weniger als 1,5 Jahre warten müssen, bis ihr Gesuch behandelt wird.

Die Rangliste der Nationalitäten führen serbische Staatsangehörige (12 Prozent) an, gefolgt von Deutschland (10), Portugal, Bosnien und Herzegowina sowie Kosovo (je 8). Das Durchschnittsalter der Gesuchsteller lag bei 30,4 Jahren.
Einer Person sei nicht eingebürgert worden, weil sie sich nicht an die Rechtsordnung gehalten habe. Bei 79 Personen sei das Gesuch sistiert worden. Als Gründe nennt die Kommission mangelnde soziale, kulturelle oder strukturelle Integration, ungenügende Staatskunde, zu wenig Deutschkenntnisse oder Rechtsverstösse.