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Legende: Audio Elio Amberg: «Musik machen ist eine sehr intime Angelegenheit.» abspielen. Laufzeit 06:06 Minuten.
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 28.08.2019.
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Luzerner am Jazz Festival «Ich sehe die Musik in Formen»

Seitdem der Saxophonist Elio Amberg vor drei Jahren die Musikhochschule in Luzern abgeschlossen hat, lebt er als freischaffender Musiker. Er komponiert für verschiedene Bands und Formationen. Mit seinem Quartett tritt er nun am Jazz Festival Willisau auf.

SRF News: Elio Amberg, Sie sind 29 Jahre alt. Die wenigsten Gleichaltrigen hören frei improvisierte Musik, woher kommt ihre Faszination für diesen Stil?

Elio Amberg: Mein Musiklehrer Christoph Erb hat mich früh in diese Musik eingeführt, die ersten Konzerte haben mir aber auch nicht so gefallen. Mit der Zeit packte mich die Musik immer mehr und mein Lehrer empfahl mir, mich an der Jazzschule einzuschreiben. Ausserdem kommt die Begeisterung durch das Spielen – es fühlt sich gut an zu improvisieren und im Moment gemeinsam etwas Neues zu kreieren.

Bei Ihren Kompositionen folgen Sie strengen mathematischen Regeln, können Sie beim Improvisieren überhaupt loslassen?

Bei vielen Auftritten folgen Improvisationen auf einstudierte Stücke, dieser Wechsel ist schwierig für mich. Aber auch während der Improvisation überlege ich viel – wenn der Bassist beispielsweise etwas Holperndes spielt, dann halte ich mit etwas Gradlinigem dagegen. Wenn ich die Augen schliesse, sehe ich die Musik in Formen.

Eine Band mit Klavier, Saxophon, Bass und Schlagzeug.
Legende: Das «Elio Amberg Quartet»: Hans-Peter Pfammatter am Klavier, Elio Amberg am Saxophon, Silvan Jeger am Bass und Gerry Hemingway am Schlagzeug (in Willisau durch David Meier ersetzt). ZVG/Simon Zaugger

Bei Ihrem Auftritt am Jazz Festival Willisau treten Sie mit Hans-Peter Pfammatter am Klavier, Silvan Jeger am Bass und dem Schlagzeuger David Meier auf, alles gestandene Musiker, die teilweise auch Ihre Lehrer waren. Macht es Sie stolz, dass diese nun unter dem Namen «Elio Amberg Quartet» spielen?

Ja, irgendwie schon. Aber es macht vor allem Spass mit ihnen Musik zu machen.

Eine Hierarchie spüren Sie nicht?

Nein, diese gibt es höchstens noch in meinem Kopf – und die verfliegt jetzt. Wir machen zusammen Musik, da ist es wichtig, dass alle gleichberechtigt sind. Jeder bringt Ideen und einen Teil seines Inneren ein, das ist eine sehr intime Angelegenheit. Da wäre eine Hierarchie sehr schade.

Das Gespräch führte Lea Schüpbach.

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