Luzerner fahren lieber Auto als Velo

Luzern ist keine Velostadt. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht mit dem Titel «Städtevergleich Mobilität». Der Anteil des Veloverkehrs liegt bei knapp 9 Prozent. Bei der Stadt ist man über diese Zahlen nicht überrascht.

Kreisel am Bundesplatz in Luzern mit Autos. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Luzernerinnen und Luzerner setzen vor allem auf's Auto. SRF

In den drei kleineren Städten Luzern, St. Gallen und Winterthur ist der Anteil des motorisierten Individualverkehrs grösser als jener des öffentlichen Verkehrs. Dies geht aus der Publikation «Städtevergleich Mobilität» hervor, welche die Städte Basel, Bern, Luzern, St. Gallen, Winterthur und Zürich erstmals vorlegen.

Von den sechs Städten hat Basel den grössten Anteil Veloverkehr (16 Prozent) am Gesamtverkehr. An zweiter Stelle liegt Winterthur (13 Prozent) gefolgt von Bern (11 Prozent), Luzern (9 Prozent) und Zürich (6 Prozent). St. Gallen ist mit 3 Prozent das Schlusslicht.

Hoher Motorisierungsgrad in Luzern

«Der geringe Anteil an Velofahrern überrascht uns nicht», sagt Karl Vogel, Verkehrsingenieur bei der Stadt Luzern. Man arbeite daran, dass Luzern für Velofahrerinnen und Velofahrer attraktiver werde. «Einige Projekte sind bereits am Laufen, zum Beispiel der Umbau des Zentralbahntrassees zu einem Veloweg», so Vogel.

Laut dem Bericht haben von 1000 Einwohnern in der Stadt Luzern 436 Personen ein Auto. Damit liegt Luzern bei den verglichenen Städten an der Spitze.