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Lohn-Transparenz Luzerner Kantonsbetriebe sollen Chef-Löhne öffentlich machen

Betroffen sind 20 Unternehmen und Organisationen. Bei einigen stösst der Vorschlag der Regierung auf Kritik.

Geldscheine in einem Koffer.
Legende: Nur bei den jeweiligen Leiterinnen und Leitern sollen die Entschädigungen einzeln ausgewiesen werden. Keystone

Die strategischen und operativen Leitungen der ausgelagerten Luzerner Kantonsbetriebe müssen künftig ihre Entschädigungen offenlegen. Dies sieht der Regierungsrat im revidierten Organisationsgesetz vor. Er setzt damit einen Auftrag des Parlaments um.

Die Luzernerinnen und Luzerner hätten das Recht zu erfahren, was die Kaderleute verdienen, so die Luzerner Regierung im Gesetzesentwurf.

Vom Kantonsspital bis zur Pensionskasse

Die neuen Regeln gelten unter anderem für das Kantonsspital und die Psychiatrie, die Hochschule und die Universität, die Gebäudeversicherung, die Ausgleichskasse, die IV-Stelle, Lustat Statistik Luzern, die Pensionskasse und den Verkehrsverbund.

Neu müssen diese öffentlich-rechtlichen Anstalten die Entschädigungen für die strategischen und operativen Leitungsorgane in den Geschäftsberichten offen legen. Es sollen die Gesamtsummen der Entschädigungen aller Mitglieder sowie die Entschädigungen der jeweiligen Leiter einzeln ausgewiesen werden.

Kritik von einigen Betrieben

Bei einigen betroffenen Betrieben und bei der FDP kommt diese Forderung nicht nur gut an: Kritisiert wird unter anderem, dass die Löhne Privatangelegenheit seien oder dass die Lohntransparenz mehr Aufwand bedeute. Die Mehrheit der Parteien und Betriebe äusserte sich in der Vernehmlassung aber positiv.

Der Kantonsrat hatte im Januar 2016 ein Postulat von Giorgio Pardini (SP) für erheblich erklärt, das eine Offenlegung der Kaderlöhne und der Verwaltungshonorare von ausgelagerten Betrieben und Anstalten verlangte.

Ob die Lohntransparenz tatsächlich eingeführt wird, entscheidet der Luzerner Kantonsrat. Gelten würde sie ab 2018.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Roland Gadient (Roland Gadient)
    Es sehr interessant die Kommentare der div. Interessenvertreter zu lesen es widerspiegelt die Geistes Haltung der Filzpartei. Wenn es um den Kleinen geht ist ist man nicht zimperlich, eine Offenlegung zu verlangen, aber wenn's die eigene Klientel ist betoniert man und bringt alle fadenscheinigen Argumente zu Besten. Es sind nun Mal öffentl. Gelder, ob man es wahr haben will oder nicht und ob man Magistrat oder Chef eines öffentlichen Betriebes ist. Der Bürger hat das Recht auf Offenlegung
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  • Kommentar von Dani Queren (Queren)
    Der Chef eines Kantonsbetriebes ist kein Magistrat. Darum ist diese Bekanntmachung völlig falsch.
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Nebst den nicht marktgerechten Löhnen ist genau dieses Beamten-Bashing ist mit ein Grund, dass talentierte Arbeitnehmer die öffentlichen Betriebe meiden. Denn mit dem Lohndruck nach dem Motto "es ist unser Steuergeld" wird man dem Grundsatz "gleiche Arbeit, gleicher Lohn" nicht gerecht. Viel mehr sollten öffentliche Betriebe auf Automatisierung setzen, sich von Niedrigqualifizierten trennen, aber bei den Fachspezialisten und Führungskräften sollte keine Lohndiskriminierung bestehen.
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