Luzerner Kantonsrat gegen Hin und Her auf Sekundarstufe

Der Luzerner Kantonsrat will am Sekundarschulsystem nichts ändern. Er hat am Montag drei Vorstösse abgelehnt, weil das Bildungssystem eine Konsolidierung brauche.

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Bildlegende: Der Luzerner Kantonsrat sprach sich gegen Änderungen auf der Sekundarstufe aus. Keystone

So entschied der Kantonsrat, dass das Langzeitgymnasium zur Zeit nicht in Frage gestellt werden solle. Er lehnte mit 77 zu 32 Stimmen eine Motion ab, die einen Planungsbericht über die Sekundarschulstufe verlangte. Der Zeitpunkt für einen neuen Planungsbericht sei klar zu früh.

Das Parlament lehnte auch ein Postulat von Patrick Meier (CVP) ab, und zwar mit 72 zu 36 Stimmen. Der Vorstoss forderte, dass der Kanton Luzern die Gliederung der Sekundarstufe I an die Gegebenheiten der anderen Innerschweizer Kantone anpasse.

Willi Knecht (SVP) kämpfte ferner mit einem Postulat für mehr Freiheiten der Gemeinden bei der Wahl der Sekundarschulmodelle. Er schlug vor, dass der Kanton nur noch Richtwerte zur Schülerzahl mache und auf das Vorschreiben von Mindestzahlen verzichte. Auch bei diesem Vorstoss führten die Gegner ins Feld, dass das Bildungswesen eine Beruhigung brauche.