Luzerner Kantonsrat will kein Asylzentrum Eichwald

Der Rat ist am Montag mit 86 gegen 20 Stimmen nicht auf das 5,7-Millionen-Geschäft eingetreten. Damit ist das Projekt für eine Containersiedlung für 120 Asylbewerber auf dem Areal Eichwald definitiv abgeschlossen.

Der Luzerner Kantonsratssaal (Archivbild, November 2015) Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Luzerner Kantonsrat will kein kantonales Asylzentrum Eichwald in der Stadt Luzern (Archivbild). SRF

Der Regierungsrat hatte das Projekt für die Unterkunft im Naherholungsgebiet Allmend im Januar 2015 verworfen. Er wollte nach einer günstigeren Alternative suchen. Ursprünglich wollte er das Zentrum im Sommer 2016 in Betrieb nehmen. Es sollte das ebenfalls in Luzern gelegene Zentrum Hirschpark ablösen.

Linke wehrten sich vergebens

Marcel Budmiger (SP) plädierte dafür, an dem Projekt festzuhalten. Die Situation zur Unterbringung von Asylsuchenden in den Gemeinden sei sehr angespannt. Diese würden es nicht verstehen, wenn der Kanton das Projekt beerdige.

Finanzdirektor Marcel Schwerzmann erklärte, dass die einst geplante Lösung in Form einer Containersiedlung zu teuer sei. Das Grundstück stehe nur zehn Jahre zur Verfügung. Danach müssten die Bauten wieder abgerissen werden. Das sei nicht nachhaltig.