Luzerner Kantonsschüler formieren sich für den Widerstand

Sie gründen einen Dachverband, um sich gegen den jüngsten Sparvorschlag der Luzerner Regierung zu wehren, wonach die höheren Schulen eine zusätzliche Woche geschlossen werden sollen. Betroffen wären neben den Kantons- auch die Berufs- und Fachmittelschulen.

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Bildlegende: Die Kantonsschule Sursee. Von hier stammt die Idee für einen Schülerdachverband. zvg

Die Gründungsversammlung für den neue Schülerdachverband soll am 22. November stattfinden. Die Initianten sind Schüler der Kantonsschule Sursee. Einer von ihnen ist Serafin Curti. Er sagte gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz: «Bereits haben Schülervertreter von fünf Luzerner Gymnasien erklärt, sie wollten beim Verband mitmachen - nebst Sursee sind auch Beromünster, Schüpfheim, Musegg und Alpenquai dabei.»

Mit Protestaktionen ein Einlenken erwirken

Der Verband hat zum Ziel, die Luzerner Regierung dazu zu bewegen, dass sie die Sparidee verwirft. Definitiv darüber entscheiden wird das Luzerner Kantonsparlament Anfang Dezember. «Bereits vorher starten wir eine Petition und werden die Unterschriften zusammen mit einer Protestschrift dem Luzerner Finanzdirektor Marcel Schwerzmann übergeben.

Sollte dieser Protest die Politiker unbeeindruckt lassen, behalten sich die Kantonsschüler weitere Aktionen vor. Allerdings sei ein Schülerstreik keine Option. Curti: «Das wäre kontraproduktiv.»

Schulleitungen der Luzerner Kantonssschulen wollten sich auf Anfrage zum geplanten Dachverband nicht äussern. Sie verwiesen auf die Regierung.