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Zentralschweiz Luzerner Polizist wegen Körperverletzung verurteilt

Der Vorfall vom Juni 2013 hatte für Aufsehen gesorgt: Ein Luzerner Polizist traktierte einen festgenommenen Einbrecher mit Fusstritten. Die «Rundschau» des Schweizer Fernsehens veröffentlichte einen Ausschnitt aus dem Überwachungsvideo.

Legende: Video Ausschnitt aus dem Überwachungsvideo abspielen. Laufzeit 0:24 Minuten.
Vom 21.08.2013.

Bei diesem Übergriff handelt es sich um einen der Vorfälle, welche im Rahmen der Gewaltvorfälle im Luzerner Polizeikorps untersucht worden waren. Er ereignete sich am 3. Juni 2013. Zwei rumänische Einbrecher waren am Löwenplatz in Luzern in ein Uhrengeschäft eingebrochen und wurden vor Ort von der Polizei festgenommen.

Der ganze Vorfall wurde von der Überwachungskamera des Geschäftes aufgezeichnet. Auf dem Video war sichtbar, wie der Polizist bei der Festnahme einen wehrlos auf dem Fussboden liegenden Einbrecher mehrmals mit dem Fuss getreten hatte.

Die Staatsanwaltschaft hat nun die Untersuchung gegen den verantwortlichen Polizisten abgeschlossen. Er wurde wegen Amtsmissbrauchs und einfacher Körperverletzung mit einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 140 Franken und einer Busse von 1000 Franken bestraft. Zudem muss er die Untersuchungskosten von 800 Franken bezahlen.

Der Beschuldigte habe gegen den Strafbefehl keine Einsprache erhoben, heisst es weiter. Nachdem die Einsprachefrist abgelaufen ist und die Oberstaatsanwaltschaft den Strafbefehl überprüft und genehmigt hat, ist das Urteil rechtskräftig.

11 Kommentare

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  • Kommentar von D. Schmidel, St. Gallen
    Zum Glück wurde er nur von einem Polizisten getreten, andern fals wäre er halb tot geschlagen worden. Unser Rechtsstaat versagt nicht hier, sondern dort wo es ins Gefängnis geht. Dort bekommt er als Belohnung für seine Tat ein erstklassiges Essen und eine perfekte Unterkunft, in der er seine nächsten kriminellen Pläne vorbereiten kann.
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  • Kommentar von Bernd Kamm, Bern
    Das ist nur ein Schweizer Polizist halt der sein Bestes gibt, so mangelnde Professionalität gibt es aber auch manchmal sogar in den USA zu sehen aber ganz selten bis nie in anderen Europäischen Länder wo es weltweit die besten Polizisten gibt. Komisch ist daran, die Schweiz hat im vergleich zu anderen Länder in Europa die kleinsten Probleme mit Kriminaltouristen und eigentlich so ein Reaktion noch weniger verständlich ist.
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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Was ist das für ein krankes Land, wo man nicht mal mehr Einbrecher, die auf frischer Tat ertappt werden, treten darf und sogar noch dafür verurteilt wird?
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    1. Antwort von Lucas Kunz, Sallneck
      Das Land ist gar nicht so krank, wie Sie meinen. Das Land bemüht sich, ein Rechtsstaat zu sein. Um dieses zu bewerkstelligen, absolvieren die Ordnungshüter in der Regel auch eine professionelle Ausbildung. Wieso soll der Ordnungshüter treten dürfen, wenn der Delinquent bereits "Schach-matt" gestellt ist? Bin auf Ihre Antwort gespannt!
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