Luzerner Regierung setzt auf Tiefengeothermie

Der Luzerner Regierungsrat will aus der Wärme im Erdinnern Energie gewinnen. Für die Nutzung der Erdwärme hat die Regierung nun ein Gesetz erarbeitet. So sollen Projekte im Bereich der Tiefengeothermie möglich werden.

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Bildlegende: Die Luzerner Regierung will vermehrt auf Geothermie setzen. Im Bild eine Testbohrung in der Stadt Zürich. Keystone

Der Kanton Luzern strebt eine effiziente Energieverwendung und eine nachhaltige Energieversorgung an. «Der Tiefengeothermie kommt dabei eine immer wichtigere Rolle zu», sagt Regierungsrat Robert Küng. Bereits rege genutzt wird die oberflächennahe Erdwärme. «Wenn wir auch die Erdwärme in der Tiefe nutzen könnten, würden wir in der Stromproduktion aufholen», so Robert Küng.

Tiefengeothermische Nutzungen sind in der Schweiz noch wenig erprobt. Solche Bohrungen sind auch kostspielig: Eine einzelne Bohrung kostet zwischen 25 und 30 Millionen Franken.

Bei der Nutzung von Erdwärme wird 40 bis 150 Grad warmes Wasser aus 400 bis 5000 Metern Tiefe an die Erdoberfläche gepumpt und zu Heizzwecken und zur Stromerzeugung genutzt.

Bislang fehlten für Projekte im Bereich der Tiefengeothermie im Kanton Luzern die rechtlichen Grundlagen. Der jetzige Gesetzesentwurf definiert die Rahmenbedingungen und koordiniert das Verfahren bei der Nutzung des Untergrunds. Für Probebohrungen oder seismische Abklärungen braucht es eine Bewilligung, für die Gewinnung von Bodenschätzen und die Nutzung des Untergrunds eine Konzession.