Krankenkassen-Prämien Luzerner Regierung wehrt sich gegen neue Prämienregionen

Eine Neueinteilung der Prämienregionen nach Wahlkreisen lehne man «vehement» ab. So kommentiert der Luzerner Regierungsrat den Vorschlag des Bundes, Prämienregionen nicht mehr nach Gemeinen einzuteilen. Die Regierung befürchtet massiv höhere Krankenkassenprämien.

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Bildlegende: Die Luzerner Regierung tut sich schwer mit dem Vorschlag des Bundesamts für Gesundheit zu den Prämienregionen. Keystone

Der vorgeschlagene Systemwechsel würde bei rund der Hälfte der Bevölkerung zum Teil schlagartig massive nachhaltige Prämienerhöhungen zur Folge haben, was nicht vernünftig erklärt werden könnte, schreibt die Regierung in der Stellungnahme an den Bund.

Weiter ist der Regierungsrat der Überzeugung, dass Wahlkreise und Gesundheitskosten etwas komplett anderes seien, und dass die Wahlkreise bezüglich Gesundheitskosten und Bevölkerungsstrukturen sehr heterogen sein können. Deshalb mache es keinen Sinn und sei sachlich nicht begründbar, Prämienregionen nach Wahlkreisen zu definieren. Das bisherige System hingegen habe sich bewährt.

Bund setzt auf Wahlkreise

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schlägt vor, dass die Prämienregionen zukünftig nicht mehr nach Gemeinden, sondern nach Bezirks- oder Wahlkreisen eingeteilt werden.