Luzerner Regierung will nachträglich 10 Millionen für die Bildung

Die Luzerner Regierung beantragt dem Parlament fünf Nachtragskredite, um höhere Kosten in der Bildung im laufenden Jahr decken zu können. Das Parlament soll dazu 9,35 Millionen Franken sowie 0,88 Millionen Franken zusätzliche Investitionen bewilligen.

Gebäude der Universität mit vielen Studenten Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Kehrseite des Erfolgs: Der Kanton braucht mehr Geld für die Bildung. zvg unilu

Grund für die Mehrkosten sind laut der am Montag veröffentlichten Botschaft vor allem mehr Studierende als angenommen in der höheren Berufsbildung, an Unis und an der pädagogischen Hochschule Luzern. Markant teurer als gedacht wird zudem die Volksschule wegen mehr Schülern und wegen Angeboten für Flüchtlingskinder.

Ausserdem muss der Kanton den 140 Instrumentallehrpersonen 700'000 Franken nachzahlen. Die Musiklehrer hatten sich erfolgreich vor Kantonsgericht gegen Lohnkürzungen und Arbeitszeitverlängerungen gewehrt.

Höhere Kosten im Asylwesen

Die Mehrkosten machten 0,3 Prozent des im Voranschlag beschlossenen Aufwandes von 3,7 Milliarden Franken aus, schreibt die Regierung. Die Nachträge könnten nicht kompensiert werden, und würden darum in den Folgejahren die Schuldenbremse belasten.

Bereits im September hatte der Kantonsrat einen Nachtragskredit von über 10 Millionen Franken zur Bewältigung des Asylwesens genehmigt. Die Regierung begründete die zusätzliche Forderung damit, dass die Zahl der Flüchtlinge, die Luzern zu betreuen hat, aktuell 1900 Personen betrage. Dies seien rund 1000 Personen mehr als im letzten Jahr prognostiziert.