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Wie weiter in der Luzerner Politik? SRF-Redaktor Sämi Studer hat den Parteien auf den Zahn gefühlt.
abspielen. Laufzeit 06:26 Minuten.
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Luzerner Regierungswahlen Noch immer weder Frauen noch Linke: Wie weiter?

Nun sind die bürgerlichen Parteien in der Pflicht – und bereit, dieser auch nachzukommen.

Radio SRF hat bei den Parteien nachgefragt: Wie gedenkt Mitte-Rechts, die Linken mit einzubeziehen? Wie wollen sich die Linken einbringen? Und: Ist man nun bereit, in den nächsten vier Jahren Kandidatinnen für die kantonalen Wahlen 2023 aufzubauen?

Christian Ineichen, Präsident CVP Kanton Luzern

  • zur Linken: «Fakt ist, dass wir von der Mitte her nicht nur mit rechts zusammenarbeiten müssen, sondern eben auch mit links. Alle Parteien müssen sich zusammenraufen. Ich gehe davon aus, dass Finanzdirektor Marcel Schwerzmann in vier Jahren nicht wieder antritt – dieser Platz gehört sicher den Linken.»
  • zur Frauenfrage: «Grundsätzlich bedauere ich, dass keine Frau in der Regierung ist. Denn ich bin der Ansicht, dass sich die Denkweisen von Frauen und Männern unterscheiden. Allerdings wurde dieser demokratische Entscheid auch von vielen Frauen getragen.»

Angela Lüthold, Präsidentin SVP Kanton Luzern

  • zur Linken: «Ich bin grundsätzlich der Konkordanz nicht abgeneigt. Uns hat man auch immer belächelt, als wir den Sprung in die Regierung noch nicht geschafft hatten. Grundsätzlich hätte aufgrund der Konkordanz sicher eher die SP einen Sitz verdient als die Grünen.»
  • zur Frauenfrage: «Ich habe absolut kein Problem damit, dass die Regierung jetzt aus fünf Männern besteht. Man kann ja nicht einfach eine Frau aus dem Busch zaubern, nur weil es eine Frau braucht. Es kommt auf die Qualitäten an. Zum heutigen Zeitpunkt kann ich noch nicht sagen, wen wir bei einem allfälligen Rücktritt von Paul Winiker ins Rennen schicken. Aber ich bin nicht für Quoten.»

Markus Zenklusen, Präsident FDP Kanton Luzern

  • zur Linken: «Die Grünen sind als Wahlsieger aus den Kantonsratswahlen hervorgegangen. Nun fehlt mir aber noch der Tatbeweis. Es geht nicht immer um die eigenen Ideologien. Die Linken müssen nun halt mit den Bürgerlichen gemeinsam auf die Suche nach Lösungen.»
  • zur Frauenfrage: «Klar würde es eine Frau in der Regierung brauchen. Aber auch in der FDP haben wir keine Kandidatin gefunden. Es ist nun auch unsere Aufgabe, gezielt Frauen zu fördern. Und schlussendlich hat sich das Volk nun mal für eine reine Männerregierung entschieden.»

David Roth, Präsident SP Kanton Luzern

  • zur Linken: «Es ist nicht gut, wenn ein Drittel der Bevölkerung mit ihrer politischen Gesinnung nicht vertreten ist. Ausserdem haben wir jetzt ein Missverhältnis zwischen Parlament und Regierung, das ist nicht gut für den Kanton. Wir werden die Arbeit der Regierung weiterhin kritisch begleiten.»
  • zur Frauenfrage: «Ich bedauere es selbstverständlich, dass weiterhin keine Frau vertreten ist, dies ist schlicht nicht zeitgemäss. Wir haben Frauen in sehr vielen Gremien. Jetzt nehmen wir uns Zeit, seriös zu schauen, wen wir in vier Jahren für die Regierung vorschlagen. Grundsätzlich ist Frauenförderung bei uns ein konstantes Thema.»
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