Luzerner SVP attackiert SKOS-Richtlinien

Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) habe mit ihren Richtlinien den Bezug zur Realität verloren. Deshalb soll die Stadt Luzern einen Austritt prüfen.

SKOS-Präsident Walter Schmid. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hat nach Ansicht der SVP den Bezug zur Realität verloren: Die SKOS und ihr Präsident Walter Schmid. Keystone

Nicht erst seit den SKOS-Austritten von Rorschach und Dübendorf sei klar, dass die Richtlinien der SKOS viele Gemeinden in arge Bedrängnis bringen würden, teilten die SVP-Sektionen von Luzern, Emmen, Kriens und Horw mit.

Falsche Anreize

Heute sei es so, dass Sozialhilfeempfänger gegenüber Wenigverdienern meist besser gestellt seien. Dies schaffe ein falsches Anreizsystem, man bleibe lieber bei der Sozialhilfe, als dass man arbeiten gehe.

In der Stadt Luzern will die SVP-Fraktion in einer Interpellation unter anderem wissen, ob es für den Stadtrat eine Option sei, die Mitgliedschaft bei der SKOS zu kündigen. In Kriens fordert die SVP den Austritt direkt, der jährliche Beitrag von 2000 Franken sei ab sofort zu streichen.

Nach Ansicht der SVP sollen die Gemeinden auch aus dem Verband Luzerner Gemeinden VLG austreten. Die VLG-Leistungen seien ungenügend und die Interessen der Gemeinden würden nicht genügend wahrgenommen.