Steuererhöhung in Luzern Luzerner Wirtschaftsverbände sympathisieren mit SVP-Referendum

Die SVP sammelt Unterschriften, um die vom Parlament unterstützte generelle Steuererhöhung zu kippen. Der Gewerbeverband Luzern und die Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz können dieser Idee einiges abgewinnen.

Kasse mit Geld. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Um die Staatsfinanzen aufzubessern, will der Kanton Luzern die Steuern erhöhen. Keystone

Der Meinung der Wirtschaftsverbände wird meist viel Gewicht beigemessen bei Abstimmungen im KMU-geprägten Kanton Luzern. Deshalb ist ihre Haltung in politischen Fragen wichtig.

«Wir können auch für Steuererhöhungen einstehen, wenn dies wirklich ultima ratio, die letztmögliche Lösung, ist», sagt Felix Howald. Er ist der Direktor der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz IHZ. Aber: «Wir sind noch nicht dort angekommen. Und deshalb stehen wir weiter ein für die Politik der knappen Kasse.»

Der Vorstand der IHZ habe deshalb schon mehrmals signalisiert, aus seiner Sicht unnötige Steuererhöhungen nicht zu unterstützen.

Luzerner Gewerbe signalisiert ebenfalls Widerstand

Auch der Luzerner Gewerbeverband steht ein für einen schlanken Staat mit tiefen Steuern. Direktor Gaudenz Zemp meint: «Der Vorstand hat sich zweimal klar positioniert und gesagt, dass er gegen diese Steuerfusserhöhung ist.»

Die Entscheidung liege allerdings bei einem anderen Gremium: «Die Gewerbekammer wird abschliessend entscheiden, wie sich der Gewerbeverband bezüglich dieser Frage positionieren wird.» Die Unterschriftensammlung läuft noch bis am 15. Februar.