«Manchmal brauchte ich schon deutliche Worte»

Nach 25 Jahren als Geschäftsführer des Luzerner Lehrerinnen - und Lehrerverbands wird Pius Egli pensioniert. Er hat sich in dieser Zeit immer wieder stark gemacht für die Stellung der Lehrpersonen, aber auch für eine moderne Schule, die den Anforderungen der Gesellschaft entspricht.

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Bildlegende: Pius Egli, der langjährige Geschäftsführer des Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverbands, tritt in den Ruhestand. zvg

Frühenglisch, Schule mit Profil, Qualitätsmanagement, Leistungslohn für Lehrpersonen - dies sind nur ein paar Stichworte, mit denen sich Pius Egli während der langen Zeit als oberster Gewerkschafter der Luzerner Lehrpersonen beschäftigt hat.

Er ist ein unermüdlicher Streiter, nicht nur für die Sache der Lehrpersonen. In seiner Laufbahn hat er vor allem für eine qualitativ gute und moderne Schule gekämpft. Als einen wichtigen Sieg bezeichnet er die Tatsache, dass es bis heute keinen Leistungslohn für Lehrpersonen gibt.

«Wenn mir die gegnerische Seite hätte erklären können, wie man das umsetzen soll, wie man unterscheidet, wer eine gute oder eine schlechte Lehrperson ist, ich wäre darauf eingestiegen. Aber diese Argumente haben gefehlt, und das hat am Schluss auch die Politik eingesehen», sagt Pius Egli.

Als Niederlage bezeichnet Egli die Tatsache, dass den Luzerner Lehrpersonen erst kürzlich das Dienstaltersgeschenk und die Altersentlastung halbiert wurden. Nach seiner Pensionierung wird er weiterhin ein Auge auf Schulthemen haben, sich aber auch dem Rebbau und dem Reisen widmen.