Mark Bachmann: «Für die Politik bin ich zu ungeduldig»

Nach 15 Jahren an der Spitze des Fensterherstellers 4B gibt Mark Bachmann die operative Führung ab. Der 50-jährige Manager bleibt Verwaltungsratspräsident des Familienunternehmens und bleibt als Präsident auch an der Spitze der Luzerner Kantonalbank.

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Bildlegende: Mark Bachmann gibt nach 15 Jahren die operative Führung seiner Unternehmung 4B ab. zvg

In seinem Alter übernehmen andere die Führung eines Unternehmens: Mark Bachmann gibt sie ab. Nach 15 Jahren an der Spitze des Fensterbauers 4B aus Hochdorf übergibt der 50-jährige Manager die operative Leitung der Familienunternehmung seinem Nachfolger. Zusammen mit Mark Bachmann treten auch seine Brüder Otto und Ivo kürzer. Die Bachmanns werden künftig noch im Verwaltungsrat tätig sein.

Für Mark Bachmann ist der Zeitpunkt ideal für einen Führungswechsel. Das Unternehmen habe eine enorme Wachstumsphase hinter sich. Jetzt sei ein Manager an der Spitze der 4B-Gruppe gefragt, der auch Erfahrung im internationalen Geschäft mitbringe. Mit Bernhard Merki, der bisher an der Spitze der Netstal Gruppe stand, sei diese Person gefunden worden. Viele Familienunternehmen machten den Fehler, dass sie zu stark auf patronale Strukturen setzten, sagt Bachmann im Gespräch mit dem Regionaljournal Zentralschweiz.

In den vergangenen 15 Jahren verdreifachte 4B den jährlichen Umsatz auf rund 200 Millionen Franken. Die Zahl der Mitarbeiter stieg von 150 auf gegen 800. Bachmann will sich in Zukunft auf strategische Fragen konzentrieren. Zudem wird er weiterhin den Verwaltungsrat der Luzerner Kantonalbank präsidieren. Im Verwaltungsrat der Bank habe er gemerkt, wie wichtig es heute sei, dass ein Unternehmen einen starken Verwaltungsrat habe, der sich genügend Zeit für seine Aufgaben nehmen könne. Obwohl Mark Bachmann künftig zeitlich weniger stark belastet sein wird, werde er nicht in die Politik einsteigen. Dazu sei er einfach zu ungeduldig.