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Legende: Audio Luzerner Bordelle sollen Notrufknöpfe erhalten abspielen. Laufzeit 01:48 Minuten.
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 15.01.2019.
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Mehr Kontrolle der Bordelle Notruf-Knöpfe für Prostituierte in Luzern

Die Luzerner Regierung will Sexbetriebe im Kanton Luzern stärker kontrollieren und Mindeststandards festlegen.

Im Gewerbepolizeigesetz soll festgeschrieben werden, dass Betriebe mit mehr als einer Person nur noch mit Bewilligung betrieben werden dürfen. Die Polizei soll die Etablissements jederzeit kontrollieren können. Für die Bewilligung müssen Mindeststandards erfüllt sein, vorgesehen sind etwa Notrufknöpfe. So steht es im Gesetzesentwurf, den die Luzerner Regierung am Dienstag veröffentlichte.

Kleinstbetriebe ohne Bewilligung

Als Resultat der Vernehmlassung verzichtet die Regierung auf die Bewilligungspflicht für Ein-Personen-Betriebe. Dort sei die Gefahr der Ausbeutung geringer, zudem könnten diese durch den bürokratischen Aufwand in die Illegalität gedrängt werden.

Die Bewilligungen werden für fünf Jahre ausgestellt. Die Gebühr beträgt je nach Betriebsgrösse zwischen 200 und 4000 Franken. Bei Verstoss gegen die Bewilligungspflicht droht eine Busse von bis zu 20'000 Franken. Keine Bewilligung erhalten Personen, die wegen Menschenhandels oder Förderung der Prostitution bestraft sind.

Kameras und Notrufknöpfe

Um ein Sexgewerbe betreiben zu dürfen, müssen weitere Bedingungen erfüllt sein: etwa Rückzugsmöglichkeiten für Sexarbeitende und eine maximale Provision von 40 Prozent des Entgelts für den Betrieb. Ausserdem müssen die Betriebe Eingangskameras sowie Notrufknöpfe in den Zimmern gegen gewalttätige Kunden montieren.

Das Geschäft geht jetzt an den Kantonsrat. Im Vernehmlassungsverfahren begrüssten sämtliche Teilnehmer mit Ausnahme der Grünen eine Bewilligungspflicht. Die Partei erachtet diese als kontraproduktiv.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Dupond  (Egalite)
    Man stelle sich vor, eine Anwaeltin oder Aerztin muesste dem Vermieter 40 Prozent ihrer Bruttoeinnahmen abliefern. Behoerdlich bewilligter Wucher an Dirnen und Freiern. Die Bordelle sollten von Polizeidirektionen selber oder mit konzessionierten Puffmuettern in unmittelbarer Naehe immer offener Polizeiposten betrieben werden. Den Dirnen duerften nur uebliche Mieten und keine Einkommensbeteiligung abgerissen werden. Ausser Freiern und Polizisten sollte Maennern das Betreten verboten werden....
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    1. Antwort von Arthur Häberli  (Arthur Häberli)
      Sie begeistern die Menge hier nicht. Und zwar weil sie eigentlich den Nagel auf den Kopf treffen. Nur ihr letzter Satz??. Es gilt auf jeden Fall entweder das ganze auf ein legales und achtbares Geschäftsgebaren anzuheben. Oder ganz zu verbieten (wie Schweden). Aber immerhin setzt der Kt. LU mal ein erstes Zeichen. Verbieten macht weder im Drogen noch im Prostitutionsbereich richtig Sinn. Richtet mehr Schaden als Nutzen an. Es wird noch eine Weile dauern, bis unsere Gesellschaft das so sieht.
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  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Und der Steuerzahler wird zur Kasse gebeten. Kopfschütteln!
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    1. Antwort von Arthur Häberli  (Arthur Häberli)
      Sie können ihren Kopf noch lange schütteln Frau Zelger. Das ganze ist ein Business in einer Milliarden-Dimension, welche auf legalem Weg wohl mehr Steuern einbringen täte, als es kostet. Aber genau desshalb will wohl niemand das ganze als ehrbares Geschäft anerkennen. So können Verlotterhausbesitzer, da würde man oft die Augen reiben, wer das ist, richtig Kohle machen. +Andere viele, ganz viel Geld verdienen. Nur die Arbeiterinnen. Die bleiben schlecht beschütz, abgezockt und schlimmeres.
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  • Kommentar von Beat. Mosimann  (AG)
    Dass hätte schon lange funktionieren sollen / können, die 100% Sicherheit gibt es trotzdem nicht.
    Wie wäre es, diesen Menschenverachtende Zweig, endlich zu beenden u. den Menschen eine Chance für Umdenken wecken
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