Mehr Platz für Kitesurfer auf dem Urnersee

Der Urner Regierungsrat möchte seine Surfzone probehalber erweitern. Damit reagiert er auf den Beschluss des Bundesrates, der den Sport auf allen Seen der Schweiz erlauben will.

Kitesurfer auf dem Urnersee Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kitesurfen auf dem Urnersee ist bereits erlaubt. Die Zonen werden nun ausgedehnt. ZVG

Bisher durften die Kitesurfer zwischen dem Abschnitt Seelisberg und Bauen surfen. Nachdem der Bundesrat im Januar beschlossen hatte, das Verbot für Kitesurfen ab 2016 ausserhalb der bewilligten Zonen aufzuheben, reagiert der Urner Regierungsrat mit einer Zonenerweiterung. Ab nächstem Jahr soll das Surfen mit Lenkdrachen auf dem Seeabschnitt zwischen dem Rütli und Isleten probehalber erlaubt sein. Gestartet und gelandet wird in Bauen und Isleten.

Naturschutzgebiet tabu

Der Regierungsrat möchte mit der Zonenerweiterung testen, wie sich das Kitesurfen mit anderen Seenutzern wie Surfern, Seglern, Badegästen und Kursschiffen verträgt. «In den Sommermonaten Juli und August sind die Start-und Landeplätze aber nicht benutzbar. Wir wollen verhindern, dass sich Kitesurfer und Badegäste in die Quere kommen», sagt Urs Janett, Direktionssektretär der Urner Sicherheitsdirektion. Starten und Landen von einem Boot aus ist auch in den Sommermonaten erlaubt.

Für die Sportler tabu ist eine Uferzone auf bis 150 Meter in den See hinaus. Die Bereiche werden entsprechend signalisiert. Ebenfalls verboten ist Kitesurfen beim Naturschutzgebiet rund um das Reussdelta. «In diesem Gebiet gibt es viele Brutvögel und wir wollen nicht, dass diese gestört werden», sagt Urs Janett.