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Migros gegen Food-Waste Lebensmittel in Überraschungspaketen statt im Müll

Dank der App «Too Good To Go» sollen weniger Lebensmittel im Müll landen. Als erster Grossverteiler macht nun auch die Migros mit und gibt übrig gebliebene Frischwaren günstig ab.

Lisa Savenberg von der Migros mit einem frischgepressten Saft und einem Sandwich in der Hand.
Legende: Lisa Savenberg von der Migros mit Produkten, die in die Lebensmitteltüten kommen könnten. SRF

Salate, Sandwiches oder Brote: was bei Ladenschluss übrig bleibt, landet häufig im Müll. Genau das will die App «Too Good To Go» verhindern.

Lebensmittel im Überraschungspaket

Kundinnen und Kunden der Migros können ab sofort über diese App eine «Überraschungstüte» bestellen und sie eine halbe Stunde vor Ladenschluss abholen. Welche Produkte sich in der Tüte befinden, wissen die Kundinnen und Kunden nicht. Das hängt jeweils davon ab, welche Produkte in den Filialen übrig geblieben sind. Eine Überraschungstüte kostet 4.90 Franken. Das entspricht etwa einem Drittel des Verkaufspreises.

Vorerst drei Filialen in der Zentralschweiz

Die Migros bietet «Too Good to Go» vorerst an drei Orten in der Zentralschweiz an, nämlich in den Filialen Schweizerhof Luzern, Metalli Zug und Hitzkirch. Dort werden jeweils fünf Tüten pro Tag bereitgestellt. Man wolle zuerst Erfahrungen sammeln, hiess es an einer Medienkonferenz. Angedacht sei, die Zusammenarbeit mit «Too Good To Go» später auf weitere Filialen auszudehnen.

Ein frisch gepresster Saft und Backwaren mit einem Kleber von "Too Good To Go" darauf.
Legende: Frischprodukte, welche die Migros günstig abgibt, werden mit Klebern von "Too Good To Go" markiert. Migros Genossenschaft Luzern

Auch andere Unternehmen dabei

«Too God To Go» ist eine dänische Firma und wurde 2016 gegründet. Die App wird bislang in neun Ländern eingesetzt. In der Schweiz machen bislang rund 300 Betriebe mit. Auch andere Betriebe aus der Zentralschweiz sind dabei, zum Beispiel seit Juli 2017 die Bäckerei Hug.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Achim Frill (Afri)
    Ein Anfang. Kleinlich zwar, aber immerhin. In Frankreich ist es den Supermärkten heute verboten, nicht verkaufte Lebensmittel wegzuwerfen, sie müssen caritativen Einrichtungen gespendet werden. Davon sind wir noch meilenweit entfernt.
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