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Zentralschweiz Milchverarbeiter Hochdorf schreibt rote Zahlen

Ein Abschreiber auf dem Anlagevermögen und Probleme mit der Milchmenge haben dem Milchverarbeiter Hochdorf im letzten Jahr einen deutlichen Verlust von 35,3 Millionen Franken eingebrockt. Der Verwaltungsratspräsident Hans-Rudolf Schurter ist aber überzeugt, dass es nun wieder aufwärts geht.

Blick auf ein Fabrikgebäude.
Legende: Rote Zahlen in der «Hochdorf»-Rechnung 2012: Sitz des Milchverarbeiters in Hochdorf. Keystone

Die Abschreibung von 40 Millionen Franken ergab sich aus einer Neubewertung des Anlagevermögens, wie der Konzern am Mittwoch bekanntgab. Ohne diese Kosten hätte Hochdorf einen Gewinn erzielt, der allerdings immer noch unter dem Ergebnis des Vorjahres (12,4 Millionen Franken) gelegen hätte.

Das Betriebsergebnis legte auf tiefem Niveau zu und erreichte 2,8 Millionen, nach 1,9 Millionen im Vorjahr. Der Umsatz blieb mit knapp 347 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Wachstum im Chinageschäft

Gut lief das Geschäft mit Babynahrung, wo die verkaufte Menge um über die Hälfte zulegte, obschon der starke Franken die Exporte belastete. Gewachsen ist das Unternehmen nach eigenen Angaben insbesondere in China, wo mit neuen Partnern Verträge abgeschlossen werden konnten.

Im Milchmarkt machten Hochdorf die regulatorischen Rahmenbedingungen zu schaffen. So profitiert das Unternehmen zwar von den Ausfuhrbeihilfen im Rahmen des «Schoggigesetzes». Die zur Verfügung gestellten Mittel hätten allerdings nicht bis zum Abrechnungsende ausgereicht.

Für das laufende Jahr gibt sich Hochdorf zurückhaltend und verzichtet auf eine Umsatzprognose. Das wirtschaftliche Umfeld sei weiterhin sehr anspruchsvoll.

VR-Präsident hofft auf Kehrtwende

Das durchzogene Geschäftsjahr 2012 sorgte auch bei Verwaltungsratspräsident Hans-Rudolf Schurter für deutlich mehr Arbeit. So entliess er Ende 2012 den Geschäftsführer Damian Henzi. Schurter ist überzeugt, dass die Hochdorf-Gruppe mit dem neuen CEO Thomas Eisenring nun die Kehrtwende vollzieht. Das Geschäft soll nun konsolidiert werden.

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