Luzerner Theater Mozarts Zauberflöte für einmal düster

Die Zauberflöte wurde am Luzerner Theater schon mehrmals aufgeführt. Am Samstag feierte eine neue Version von Mozarts Opern-Klassiker Premiere. Eine ungewohnt düstere Version.

Was braucht es um erwachsen zu werden? Wem kann ich trauen? Welche Prüfungen muss ich auf dem Lebensweg bestehen? Wie fühlt sich die grosse Liebe an? All diese Fragen, die sich auf dem Weg des Erwachsenwerdens stellen, werden auch in dieser Version der «Zauberflöte» aufgeworfen. Die Handlung, die Figuren und die Musik bleiben gleich. Allerdings ist der Kontext, in den Regisseur Wouter van Looy diese stellt, ein düsterer mit kritischer Haltung.

Störende Umbauten

König Sarastro wird als Herrscher dargestellt, der die Kontrolle über Mensch und Tier haben will. Mit Manipulation und Gewalt versucht er, seinen Willen durchzusetzen. Das in grau und dunklen Farben gehaltene Bühnenbild und die vielen mobilen Käfige, in denen tote Tiere hängen und die Gefangenen eingesperrt werden, unterstützen diese Absicht visuell.

Dem Ensemble des Luzerner Theaters gelingt eine andere, neue und moderne Version des Opern-Klassikers. Allerdings wird während des Stücks die Bühne oft umgebaut, was die Zuschauer stört. Die Leistung des Opern-Ensembles hingegen ist hervorragend und sorgt dafür, dass die Zuschauer immer wieder zurückgeholt werden und der Geschichte wieder folgen.

(Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr)