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Nachwuchshoffnungen im Porträt Rotsee-Regatta: Andri Struzina und Julian Müller gegen die Elite

Die beiden Zentralschweizer streben am Wochenende eine Top-Platzierung an und wollen sich so für Olympia 2020 empfehlen.

Legende: Audio «Je lauter das Publikum schreit, desto schneller rudern wir!» abspielen. Laufzeit 05:29 Minuten.
05:29 min, aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 11.07.2018.

Die beiden Jungtalente Julian Müller aus Merlischachen (Schwyz) und Andri Struzina (Steinhausen) sind sich in einigen Punkten ähnlich: Sie sind fast gleich alt, 22 und 21 Jahre. Sie sind beide über eins achtzig gross – 1,80 und 1,88 Meter. Und sie bringen beide etwas mehr als 70 Kilogramm auf die Waage: Julian Müller deren 72,3 und Andri Struzina wiegt 71,3 Kilogramm.

Bis zu den Wettkämpfen am Wochenende auf dem Rotsee müssen beide noch hungern und schwitzen, um die vorgegebene Limite von durchschnittlich 70 Kilogramm pro Athlet zu erreichen. Ansonsten wären sie nicht startberechtigt in ihrer Kategorie, dem leichten Doppelzweier. Doch die beiden nehmen's sportlich und sagen lächelnd: «Es hat bisher jedes mal gereicht. Aber natürlich, manchmal beobachtet man schon, was der andere gerade isst – ein Knäckebrot oder ein Joghurt?»

Gemeinsame Laufbahn

Vor drei Jahren haben die beiden ihre Laufbahn im Nationalkader begonnen. Seither trainieren sie gemeinsam im Zentrum in Sarnen. Sie haben also die gleiche Schulung durchlaufen. Das komme ihnen nun entgegen, sagt Andri Struzina: «Klar hat jeder Ruderer seine Handschrift. Aber auf unserem Niveau gibt es dennoch einige Kleinigkeiten, die man je nachdem anpassen muss, um schneller zu werden.»

Trotz gemeinsamer Laufbahn: Struzina und Müller sitzen nicht seit jeher gemeinsam im leichten Doppelzweier. Bis vor Kurzem ruderten sie im Vierer. In dieser Saison haben sie sich nun im Doppelzweier im Weltcup der Elite etabliert – mit einem 6. Rang beim Saisonstart in Belgrad und dem 7. Platz in Linz.

Jeder Leichtgewicht-Ruderer, der etwas erreichen will, will an den Olympischen Spielen in unserer Kategorie an den Start gehen.
Autor: Andri StruzinaNachwuchsruderer

Die beiden Nachwuchshoffnungen können sich aber ganz und gar nicht auf Lorbeeren ausruhen. Denn die Konkurrenz im Leichtgewicht Doppelzweier ist gross. Einerseits liebäugeln alleine schon im Schweizerischen Ruderverband sechs junge Männer mit einem Platz im leichten Doppelzweier, um dann 2020 an den Olympischen Spielen in Tokio an den Start gehen zu können. Andererseits hat das Olympische Komitee die Liste der Leichtgewicht-Kategorien im Rudern deutlich dezimiert: der leichte Doppelzweier ist 2020 gar die einzige olympische Bootsklasse für Leichtgewichte.

«Entsprechend will jeder Leichtgewicht-Ruderer, der etwas erreichen will, an den Olympischen Spielen in dieser Kategorie an den Start gehen», erklärt Andri Struzina. Das heisst für ihn und seinen Boots-Kollegen Julian Müller: Auch auf dem Rotsee müssen die beiden eine Top-Platzierung erreichen, um sich intern zu empfehlen. Denn stimmt die Leistung eines Einzelnen nicht, wird er ausgewechselt «Das ist keine leichte Situation, denn wir sind alles gute Kollegen. Aber im Wettkampf zählt halt nur die Leistung. So ist der Sport», ergänzt Struzina.

SRF 1, Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr

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