«Nein, ich bin nicht nervös»

Vier Festplätze, Tonnen von Material und Hunderte von Arbeiterinnen und Arbeitern muss er managen. Hektik kommt bei Marcel Christen trotzdem nicht auf. Auch wenige Tage vor den Festivitäten zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels nicht.

Die Zahl ist beachtlich: 7500 abgespulte Autokilometer in drei Wochen. Marcel Christen war während der heissen Aufbauphase vor der Eröffnung des Tunnels sehr viel unterwegs. «Ich habe den Anspruch, jeden Tag mindestens einmal auf jedem der vier Festplätze beidseits des Gotthards präsent zu sein. Da zählen sich die Kilometer auf dem Tacho.»

Hunderte von Leuten wuseln auf den Festplätzen herum, bauen mobile Hallen und Pavillons auf, liefern WC-Anlagen oder mobile Bodenplatten. Mittendrin steht Marcel Christen und verliert selten die Fassung. «Manchmal musste ich vielleicht zwei Schritte retour stehen und tief durchatmen. Aber ich bin eine ruhige Person. Das passt so.»

Er freut sich auf die Eröffnung, aber auch auf die Zeit danach. «Dann habe ich hoffentlich wieder mehr Zeit für mein Privatleben und meine Arbeit bei der SBB als Projektleiter für Perronbau.»