Zusammenarbeit mit Texaid Neu holt der Pöstler die Altkleider ab

Die Briefträger der Post betätigen sich auch als Kleidersammler. Gestützt auf die guten Erfahrungen eines Pilotprojektes zur Altkleidersammlung haben sich die Schweizerische Post und Texaid entschieden, auch langfristig zusammenzuspannen.

Pöstler steckt Texaid-Sack in Briefkasten Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Post steckt nicht nur den leeren Sack in den Briefkasten - sie holt auch die mit Altkleider gefüllten Säcke ab. zvg/Post

Die klassische Art der Strassensammlung von Altkleidern wird in den meisten Regionen der Schweiz eingestellt: Neu können die Kleidersäcke jeweils während einer bestimmten Periode direkt am eigenen Briefkasten deponiert werden.

So funktioniert das neue System

  • Der Sammelsack wird im Vormonat durch die Post an die Haushalte versandt.
  • Während des folgenden Sammelmonats kann der Sack von Montag bis Freitag beim Briefkasten abgestellt werden.
  • Der Postbote nimmt den Sammelsack mit, die Altkleider werden in einem der Briefzentren gesammelt.
  • Texaid holt die Säcke ab und bringt sie zur weiteren Verarbeitung nach Schattdorf.
  • Dank der Synergien mit der Post entstehen keine Leerfahrten, da die Abholung der Altkleider mit der Zustellung der Post kombiniert wird.

Texaid hatte das neue System im Oktober 2016 mit einem Pilotprojekt im Kanton Luzern getestet - mit positiven Erfahrungen, teilte die Firma mit Sitz im urnerischen Schattdorf mit. Hintergrund ist, dass die Sammelmenge pro gefahrenem Kilometer zu gering war.

Erhalten bleiben die Sammelcontainer. Dort werden laut Texaid über 90 Prozent der Kleider abgegeben.

Texaid wurde 1978 von den sechs Schweizer Hilfswerken Rotes Kreuz, Caritas, Winterhilfe, Solidar Suisse, Kolping und HEKS gemeinsam gegründet, zusammen mit einem Unternehmer.