Neue Ideen zur Förderung erneuerbarer Energien in Schwyz

Im Kanton Schwyz könnte es schon bald einen Handel für Energiezertifikate geben. Die Regierung lässt diese Idee in die Revision des kantonalen Energiegesetzes einfliessen.

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Bildlegende: Dieses Haus produziert mehr Energie als es verbraucht. Keystone

Ein solcher Zertifikatshandel könnte folgendermassen aussehen: Zwei Nachbarn bauen auf dem Dach des einen Hauses eine Photovoltaikanlage, die mehr Sonnenstrom produziert, als der Hausbesitzer verbrauchen kann. Beide können nun einen Bonus bei der Ausnützung ihres Grundstücks beantragen. Das heisst: Sie dürfen auf ihrem Grundstück mehr bauen als in dieser Zone grundsätzlich erlaubt wäre. «Diese Idee muss aber noch konkretisiert werden», sagt der Schwyzer Baudirektor Othmar Reichmuth auf Anfrage von Radio SRF.

Den Anstoss zu dieser Idee gab eine Initiative der CVP. Diese verlangt, dass alle Neubauten mehr Energie produzieren, als sie verbrauchen, dass also nur noch sogenannte Plus-Energiehäuser gebaut werden dürfen. Diese Initiative lehnt die Schwyzer Regierung ab. Sie gehe zu weit und sei schwierig umzusetzen, schreibt sie in ihrer Begründung.

Aber die zweite Forderung der Initiative, dass ein Anreizsystem geschaffen werden müsste für Gebäude, die energetisch saniert werden, diese Forderung lasse man nun in die Gesetzesrevision einfliessen.