«Nicht grundsätzlich überfordert mit zwei Fremdsprachen»

«Primarschüler sind nicht grundsätzlich überfordert mit zwei Fremdsprachen», sagt eine Wissenschaftlerin der Pädagogischen Hochschule Luzern. «Es kommt auf verschiedenste Faktoren an, wie gut das Neue aufgenommen wird.»

Unterricht in einer Primarklasse. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Untersuchungen zeigen, dass Kinder in der Primarschule nicht per se überfordert sind mit zwei Fremdsprachen. Keystone

Der Kanton Nidwalden will den Französisch-Unterricht von der Primarschule in die Oberstufe verschieben. Dort sollen die Jugendlichen dann aber intensiver gefördert werden: mit mehr Lektionen und zwei zweiwöchigen Sprachaufenthalten.

Sybille Heinzmann, Projektleiterin am Institut für Lehren und Lernen an der Pädagogischen Hochschule Luzern, sagt im Interview, dass Kinder in der Primarschule nicht per se überfordert sind mit zwei Fremdsprachen. «Der Anteil von überforderten und gestressten Kindern bleibt in einer Klasse etwa gleich gross, egal, ob eine oder zwei Fremdsprachen unterrichtet werden», sagt Heinzmann. Die Idee mit den Sprachaufenthalten sei grundsätzlich gut. Allerdings müsse darauf geachtet werden, dass während dieser Zeit dann auch wirklich die Fremdsprache gesprochen werde.