Nidwalden kann seine Investitionen kaum selber zahlen

Die Rechnung 2013 des Kantons Nidwalden ist leicht besser als erwartet. Unter dem Strich bleibt ein Minus von
1,2 Millionen Franken. Der Selbstfinanzierungsgrad sank auf fünf Prozent. Um den Haushalt zu verbessern, erarbeitet die Regierung Massnahmen.

Das Rathaus von Stans. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Kanton Nidwalden hat am Donnerstag die Rechnung 2013 präsentiert. zvg

Die Rechnung schliesst mit einem Aufwand von 335,6 (Budget: 329,4) Millionen und einem Ertrag von 314,3 (308,0) Millionen Franken.Die Erfolgsrechnung schliesst mit einem Defizit von 1,2 Millionen Franken. Budgetiert war ein Minus von 3 Millionen, wie die Nidwaldner Staatskanzlei mitteilte.

Nidwalden investierte netto 18,6 Millionen Franken. Das waren gut ein Viertel weniger als geplant. Grund für die grosse Abweichung waren unter anderem zeitliche Verzögerungen im Wasserbau und bei der Erweiterung der für Behinderte tätigen Stiftung Weidli.

Der Selbstfinanzierungsgrad sank gegenüber dem Vorjahr von 27,5 auf tiefe 5 Prozent. Die Nettoschuld nahm um 17,8 auf 46,2 Millionen Franken zu. Das Eigenkapital schmolz um 16,8 auf 100,9 Millionen Franken.

Nidwalden kämpft mit einem ungenügenden Selbstfinanzierungsgrad, wegbrechenden Einnahmen und steigenden Ausgaben. Das Budget für das laufende Jahr weist einen Mehraufwand von 1,9 Milionen aus. Zusätzlich sei der
Ausfall der Gewinnausschüttung der Schweizerischen Nationalbank von 3,5 Millionen zu verkraften, schreibt die Regierung.

Beim Budget 2015 sieht sich Nidwalden mit dem Wegfall von Vorfinanzierungen und dem möglichen erneuten Ausfall der Nationalbank-Gelder konfrontiert. Zudem rechnet die Regierung in verschiedenen Bereichen, insbesondere im Gesundheitswesen, mit wachsenden Ausgaben.

Um den Haushalt zu verbessern, erarbeitet die Regierung zur Zeit ein Massnahmenpaket. Dieses will sie vor den Sommerferien in die Vernehmlassung schicken.