Nidwalden rechnet für das kommende Jahr mit 2-Millionen-Defizit

Die Nidwaldner Regierung budgetiert einen Verlust von 2,1 Millionen Franken, bei einem gesamten Aufwand von 367 Millionen Franken. Für das Jahr 2017 sieht der Regierungsrat trotzdem erneut keine Steuererhöhung vor.

Grössere Häuser auf einem Dorfplatz mit Strasse Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Steuerfuss soll 2017 laut Regierung unverändert bleiben im Kanton Nidwalden. SRF

Das operative Ergebnis weist im Budget 2017 ein Minus von 17,1 Millionen Franken aus. Durch die Entnahme von finanzpolitischen Reserven könne das Gesamtergebnis um 15 Millionen Franken auf ein Defizit von 2,1 Millionen Franken verbessert werden, teilte der Nidwaldner Regierungsrat am Montag mit.

Alleine die Zahlungen in den Nationalen Finanzausgleich NFA würden im kommenden Jahr um 6,8 auf 37,3 Millionen Franken ansteigen, heisst es weiter.

Trotz dieser erneuten Zunahme um 22,3 Prozent verbessere sich das operative Ergebnis gegenüber dem Budget des laufenden Jahre um 2,2 Millionen Franken.

Die Regierung führt dies auf verschiedene Sparübungen und höhere Steuererträge zurück. Der Steuerfuss soll bei 2,66 Einheiten bleiben.

Steuerfuss soll gleich bleiben

Der regierungsrätliche Vorschlag sieht für das kommende Jahr Nettoinvestitionen von 26,7 Millionen Franken vor. Die reinen Nettoinvestitionen liegen mit 17,4 Millionen Franken leicht unter dem durchschnittlichen Zielwert von 18 Millionen Franken. Rund 7 Millionen Franken investiert Nidwalden in Kantonsstrassen. Für die Erneuerung und Sanierung von kantonalen Gebäuden sind 1,3 Millionen Franken und für den Wasserbau 2,6 Millionen Franken budgetiert.

Gleichzeitig wurden auch die Finanzpläne 2018 und 2019 präsentiert. In den kommenden Jahren werden die Zahlungen in den NFA erhöht, und auch die höheren Steuererträge werden dies nicht kompensieren. Ab 2019 sollte dank der Unternehmenssteuerreform III das Ergebnis positiver ausfallen.