Nidwaldner Gemeinden lieferten falsche Zahlen zu leeren Wohnungen

Im Kanton Nidwalden ist die Leerwohnungsziffer offenbar nicht von 1,57 auf 2,37 Prozent gestiegen. Drei der elf Gemeinden haben dem Bundesamt für Statistik (BFS) falsche Zahlen geliefert. Grund ist entweder ein Fehler bei der Erfassung oder bei der Software. Das BFS zeigt sich erstaunt.

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Bildlegende: Über die Anzahl Leerwohnungen im Kanton Nidwalden (im Bild Stansstad) herrscht Unklarheit. SRF

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Das BFS hatte am Dienstag mitgeteilt, dass Nidwalden schweizweit die höchste Leerwohnungsziffer habe und den höchsten Anstieg innerhalb eines Jahres verzeichnet habe.

Die Nidwaldner Behörden reagierten gemäss einer Mitteilung erstaunt über die hohe Leerwohnungsziffer. Nachforschungen bei den elf Gemeinden hätten gezeigt, dass in acht Gemeinden die Leerwohnungsziffer bei einem oder unter einem Prozent liege.

In drei Gemeinden habe die Quote stark zugenommen. Es habe sich herausgestellt, dass dort die gelieferten Daten unrichtig seien, schreibt die Staatskanzlei. Dies sei entweder bei einer Software-Umstellung passiert oder wegen Erfassungsfehlern. Die Nidwaldner Behörden schätzen die aktuelle Leerwohnungsziffer auf 1,37 Prozent.

Das BFS zeigte sich auf Nachfrage erstaunt, dass die gelieferten Daten falsch sein sollen. Man habe direkt bei den Gemeinden Abklärungen vorgenommen. Zudem habe der Kanton Nidwalden die Daten bestätigt.