Nidwaldner Regierung spricht von Steuererhöhung

Ein Minus von 12 Millionen Franken sagt die Nidwaldner Regierung für nächstes Jahr voraus. Und auch in den darauffolgenden Jahren ist keine Besserung in Sicht. Zwar fordert die Regierung jetzt noch keine Steuererhöhung. Sie geht aber davon aus, dass sie in einem Jahr nicht mehr zu vermeiden ist.

Das Rathaus in Stans. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Defizit um Defizit: Schlechte Aussichten für Nidwalden. SRF

In den letzten Jahren konnte Nidwalden noch auf Rückstellungen aus den guten Jahren zählen. Diese sind nun aber aufgebraucht.Hinzu komme, dass die finanzielle Situation sich auch sonst verschlechtere, schreibt die Regierung in ihrer Mitteilung: So etwa wegen der um rund 2,5 Millionen Franken höheren Beiträge, die Nidwalden in den nationalen Finanzausgleich zu bezahlen hat.

Regierung sieht zu wenig Sparpotenzial

Die Regierung geht davon aus, dass das Minus von 12 Millionen Franken im Jahr 2015 kein einmaliger Ausreisser bleiben wird. Im Finanzplan stehen auch in den folgenden Jahren rote Zahlen: 2016 wären es 11 Millionen, im Jahr 2017 sogar 15 Millionen. Trotzdem sollen die Steuern noch nicht erhöht werden. Der Kanton plant vorerst noch Sparmassnahmen. Doch Finanzdirektor Alfred Bossard relativiert: «Nidwalden hat im Vergleich zu anderen Kantonen tiefere Ausgaben pro Einwohner, und deshalb wird das Sparpotenzial relativ klein sein.» Der Finanzdirektor macht sich keine Illusionen: «Auf 2016 werden wir wahrscheinlich die Steuern erhöhen müssen.»