Notschlachtung von 900 Schweinen in Urner Schweinemastbetrieb

Ein Schweinemastbetrieb im Kanton Uri ist wegen des dort aufgefunden PRRS-Virus gesperrt worden. Die Tiere sind zwar nicht krank, müssen aber geschlachtet werden. Für die Menschen besteht keine Gefahr.

Ein Mann lädt zwei Schweine auf einen Transportwagen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In einem Schweinemastbetrieb im Kanton Uri müssen 900 Schweine notgeschlachtet werden. Keystone

Dies teilte das für das Urner Veterinärwesen zuständige Laboratorium der Urkantone in Brunnen am Mittwoch mit. Die Tiere hätten zwar keine Krankheitssymptome gezeigt, doch gelte der Betrieb aufgrund der gesetzlichen Vorgaben als Seuchenbetrieb. Das Laboratorium der Urkantone sperrte deshalb den Betrieb. Die Tiere müssen geschlachtet werden. Ihr Fleisch kann aber vermarktet werden.

Anfang Jahr waren bei Stichproben in Schweizer Schlachthöfen Antikörper gegen PRRS festgestellt worden waren. Da die Schweiz offiziell frei von PRRS ist, sollte die Schweinepopulation aber gar keine Antikörper gegen dieses Virus aufweisen.

Deshalb wurden rund 50 Zuchtbetriebe, die die betroffenen Mäster beliefert hatten, untersucht. In einem Betrieb im Kanton Luzern wurde Anfang März das Virus nachgewiesen. In der Folge wurden weitere Abklärungen vorgenommen.